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Hannover 96

Monat der Wahrheit

Sechs Spiele muss Hannover 96 im März bestreiten – und ganz schnell punkten, um nicht in große Schwierigkeiten zu geraten. Vielleicht fängt die Mannschaft aber erst einmal klein an.

veröffentlicht am 24.02.2014 um 21:56 Uhr
aktualisiert am 24.02.2014 um 22:44 Uhr

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Am Tag nach der am leichtesten zu verzeihenden Niederlage der Saison fanden sie beim Fußball-Bundesligisten Hannover 96 Trost in der Tatsache, dass es nicht mehr schlimmer kommen kann, zumindest was die Stärke des Gegners betrifft. Doch nach der 0:4-Niederlage gegen Bayern München beschleicht viele Fans der „Roten“ ein mulmiges Gefühl. Nach zwei Siegen zum Einstand von Trainer Tayfun Korkut schien der Abstiegskampf ein Thema der anderen Klubs. Nach drei Niederlagen in Folge wären sie bei 96 sehr blauäugig, wenn sie sich damit nicht beschäftigen würden.

„Unsere Mannschaft kann die Tabelle lesen“, sagt Sportdirektor Dirk Dufner. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz 16 – nach dem 22. Spieltag belegt vom Hamburger SV – beträgt nur noch fünf Punkte, sechs Zähler sind es bis zum SC Freiburg und Platz 17. „Wir dürfen uns nicht nervös machen lassen, aber wir müssen uns unsere Situation vergegenwärtigen“, sagt Dufner. Torwart Ron-Robert Zieler hat das stellvertretend für seine Kollegen getan und die Ausgangslage als „gefährlich“ eingestuft.

Mit dem nächsten Spiel am Sonnabend beim FC Augsburg beginnt für Hannover 96 der Monat der Wahrheit. Sechs Begegnungen stehen im langen März auf dem Programm, die Gegner sind sehr unterschiedlicher Natur. Auf Zieler und Co. warten die Überraschungsmannschaft der Liga (Augsburg), zwei Champions-League-Vertreter (Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund), der beste Neuling (Hertha BSC), die größte Wundertüte der 18 Teams (1899 Hoffenheim mit kuriosen Torverhältnis von 46:46) und zum Abschluss des Monats ein Nordderby (Werder Bremen).

Einig sind sie sich bei 96, dass dringend und vor allem möglichst schnell ein Erfolgserlebnis her muss. „Augsburg ist machbar. Da müssen wir was holen“, sagt Zieler. Geht auch dieses Auswärtsspiel schief, dann droht ein düsterer März und der schlimmste Albtraum für alle 96-Fans: das Abrutschen auf einen Abstiegsplatz und am ersten April-Wochenende dann das Duell bei Eintracht Braunschweig.

„Die nächsten Spiele sind sehr, sehr wichtig“, sagt Kapitän Lars Stindl. Um entspannter in den Saisonendspurt gehen zu können, wird 96 in den drei Auswärtspartien in Mainz, Berlin und Hoffenheim punkten und das Heimspiel gegen Bremen gewinnen müssen, gerne garniert mit wenigstens zwei Punkten aus den Spielen gegen Leverkusen und Dortmund, die sich zuletzt alles andere als unschlagbar präsentierten. Geht dieser Plan auf, dürfte Bayern-Trainer Pep Guardiola richtig liegen mit seiner Einschätzung, dass der Klassenerhalt für 96 „kein Problem wird“.

Vielleicht fängt die Mannschaft aber erst einmal klein an. Nach drei Niederlagen ohne Treffer – 0:2 in Mainz und bei Schalke, 0:4 gegen die Bayern – wäre ein Tor ein vielversprechender Anfang.



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