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Hannover 96 gegen Eintracht Frankfurt

Mit kleinen Schritten aus der Krise

Nun gut, aus dem angekündigten „mutigen Auftritt“ beim Hamburger SV ist es nichts geworden. Darum soll es für Hannover 96 an diesem Sonntag einen neuen Versuch geben im Duell mit dem anderen Krisenklub, Eintracht Frankfurt.

veröffentlicht am 01.12.2013 um 09:00 Uhr
aktualisiert am 01.12.2013 um 09:58 Uhr

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„Wir müssen laufstark, willig und frech sein“, sagt Mirko Slomka, der Trainer von Hannover 96, „es ist unsere Aufgabe, die Fans zu begeistern und mitzunehmen.“

Es steht schließlich viel auf dem Spiel. Sicherlich auch für die Frankfurter, die bereits acht Bundesligaspiele in Folge nicht mehr gewonnen haben. Aber die „Roten“ haben ein Heimspiel vor der Brust, und da ist der Druck ungleich höher. Sieben Punktspiele gab es keinen Sieg, dabei fünf Niederlagen – meistens einhergehend mit zumindest bedenklichen Leistungen.

Bei 96 hat man daher umgedacht. Von den ambitionierten Plänen, die einen Platz unter den ersten sechs vorsahen, sind die Verantwortlichen abgerückt. Ab jetzt gilt die Politik der kleinen Schritte. „Wir haben unsere Zielsetzung geändert“, sagt Sportdirektor Dirk Dufner. „Wir wollen uns auf das Wesentliche konzentrieren und bis zur Winterpause zumindest die 20-Punkte-Marke knacken.“ 40 Zähler, heißt es gemeinhin, benötigt man am Saisonende, um nicht abzusteigen.

14 Punkte haben die Hannoveraner bisher gesammelt, alle daheim und die meisten zu Saisonbeginn. „Wir werden alles dafür tun, die negative Tendenz zu stoppen“, sagt Dufner. „Wir haben immer noch eine sehr heimstarke Mannschaft. Ich habe ein gutes Gefühl.“ Slomka meint, das richtige Personal dafür gefunden zu haben. „Wir haben die Typen herausgefiltert“, sagt er. Er nennt den Mannschaftsrat, dem Kapitän Steven Cherundolo, Lars Stindl, Leon Andreasen und Jan Schlaudraff angehören. „Aber es gibt auch andere, die jetzt den Kopf herausstrecken“, sagt Slomka.

Dennoch ist es gut möglich, dass drei Spieler aus dem Mannschaftsrat morgen gar nicht in der Anfangself stehen. Stindl (Muskelfaserriss) fehlt auf jeden Fall, ein Einsatz Cherundolos (nach Knieoperationen noch ohne Saisonspiel) wäre zwar keine große Überraschung, deutete sich aber im Training nicht an. Schlaudraff wurde zwar gegen Hamburg berücksichtigt, aber letzte Trainingseindrücke lassen eher darauf schließen, dass er wieder draußen ist – und der defensivere Manuel Schmiedebach seine Position im rechten Mittelfeld übernimmt.Letztlich ist es egal, wie sich die Mannschaft zusammensetzt. Der Einsatz und das Ergebnis müssen stimmen. Gegen laufstark, willig, frech – und dazu erfolgreich – hätte wohl kein „Roter“ etwas einzuwenden.

Die Langzeitverletzten Felipe und Didier Ya Konan fehlen ebenso wie Lars Stindl (Muskelfaserriss) und der gesperrte Salif Sané (Gelb-Rote Karte). Nicht berücksichtigt werden França, Adrian Nikci und Christian Pander, der nach einer Leistenoperation noch nicht 100-prozentig fit ist und wegen einer Grippe von der Mannschaft ferngehalten wurde. Nachwuchsspieler Tim Dießen (Muskelfaserriss) steht nicht zur Verfügung, eine mögliche Nominierung von Valmir Sulejmani ist wegen einer Hüftprellung fraglich. Im Kader stehen voraussichtlich: Markus Miller, Steve Cherundolo, Christopher Avevor, Sébastien Pocognoli, Leonadro Bittencourt, Jan Schlaudraff und Deniz Kadah.

Die Hessen stellen ein spielerisch starkes Team, das blitzschnell umschalten kann. Besonders über die Außenpositionen macht Eintracht viel Druck. Die Achillesferse ist die Abwehrreihe, auch wenn dahinter mit Kevin Trapp ein junger guter Torwart steht. Sie lässt zu viele Torchancen des Gegners zu. Trainer Armin Veh hat wenig Hoffnung, dass einer von den verletzten Spielern Alexander Meier (er wird am meisten vermisst), Stefan Aigner, Bamba Anderson, Marco Russ, Stefan Aigner und Stefano Celozzi, die auch am Donnerstagabend in Liberec gefehlt hatten, morgen wieder fit ist.

Erste Bilder von der Partie gibt es im frei empfangbaren TV von 21.45 Uhr an beim NDR in der Sendung „Bundesliga“. Von 22.50 Uhr berichtet noch einmal der NDR von 22.50 Uhr an im „Sportclub“, von 23 Uhr an Sport1.

Die Bilanz liest sich aus 96-Sicht sehr gut. Die Hannoveraner verloren nur eines der jüngsten 15 Heimspiele gegen Frankfurt.

Für Mitglieder, die ihre Mitgliedskarte vorzeigen können, gibt es am Spieltag ein Freigetränk. Grund dafür ist das Erreichen der 20.000er-Mitgliedsmarke.

Die „Roten“ rechnen mit 42.000 Besuchern. Es gibt also noch genügend Karten an den Tageskassen.

Günter Perl (Pullach).

Am Sonntag um 15.30 Uhr in der HDI-Arena.

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