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96 gegen Schalke

Mit blauem Blut

Vier Füße für den nächsten Sieg: Mame Diouf und Szabolcs Huszti haben eines gemeinsam - sie sind echte Schalke-Experten.

veröffentlicht am 07.02.2014 um 19:41 Uhr
aktualisiert am 10.02.2014 um 00:15 Uhr

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Es sah so leicht aus. Wieder einmal. Flanke Szabolcs Huszti, Kopfball Mame Diouf – Tor! Und kurz darauf andersherum: Rückpass Diouf, Distanzschuss Huszti – Tor! Auch im gestrigen Vormittagstraining von Hannover 96 klappte das Zusammenspiel der beiden besten Torschützen des Fußball-Bundesligisten wieder bestens. Beim FC Schalke 04, dem Gastgeber der „Roten“ am Sonntag (17.30 Uhr), werden sie das aufmerksam beobachtet haben.

Und sich vielleicht auch ein bisschen Sorgen machen. Denn Huszti und Diouf sind echte Schalke-Experten: Fünf der sechs Tore, die 96 in den vergangenen beiden Spielen gegen die „Königsblauen“ erzielt hat, gehen auf das Konto des Duos. Huszti und Diouf haben also – so könnte man es ausdrücken – ein kleines bisschen blaues Blut.

Beim 2:1-Erfolg der Hannoveraner am 3. Spieltag der aktuellen Saison traf Huszti per Strafstoß zur Führung, nachdem Diouf von seinem Gegenspieler Benedikt Höwedes elfmeter- und rotwürdig gestoppt worden war. Kurz vor der Pause legte der Senegalese dann per Kopf das 2:0 nach. Die Vorarbeit dazu kam – natürlich – von Huszti, der in der Schlussphase ebenfalls einen Platzverweis erhielt.

Und auch beim jüngsten Gastspiel der „Roten“ in Gelsenkirchen im Januar vergangenen Jahres drückten die beiden 96-Topscorer der Partie ein Stück weit ihren Stempel auf. Zweimal war Huszti erfolgreich, einmal Diouf – das aber dafür in bemerkenswerter Manier: Sein Fallrückzieher von jenseits der Strafraumgrenze konnte die 4:5-Niederlage zwar nicht mehr verhindern, wurde danach aber zumindest zum „Tor des Monats“ gewählt und hat sogar gute Chancen, das „Tor des Jahres 2013“ zu werden.

Auf einen fröhlichen Willkommensgruß sollte sich das Duo also am Sonntag nicht unbedingt gefasst machen. In Gelsenkirchen verbinden die Menschen mit den Namen Huszti und Diouf einfach keine allzu schönen Erinnerungen. Was man zugleich aber auch als kleines Kompliment werten darf. Genau wie die Tatsache, dass zumindest der Ungar vor gar nicht allzu langer Zeit ganz weit oben auf der Wunschliste von Schalkes Manager Horst Heldt gestanden haben soll. Doch aus dem Wechsel wurde bekanntlich nichts, und daher werden die „Königsblauen“ dem nächsten Aufeinandertreffen mit den Schalke-Experten wohl mit einem etwas mulmigen Gefühl entgegensehen.

Zumal das Duo in blendender Verfassung aus der Winterpause gekommen ist. Beim 3:1-Sieg in Wolfsburg zum Rückrundenstart glänzte es als Vorbereiter – zweimal legte Diouf mustergültig auf, einmal Huszti. Und vor Wochenfrist beim 3:1-Erfolg über Borussia Mönchengladbach waren die beiden schon wieder zur Stelle. Der 26-jährige Stürmer aus dem Senegal erzielte seine Saisontreffer Nummer 6 und 7, und der vier Jahre ältere Linksfuß bereitete eines der beiden Tore sowie die Führung durch Artjoms Rudnevs mit herrlichen Flanken vor.

Ach so, die Tatsache, dass Diouf mit dem Letten bei 96 inzwischen einen neuen Sturmpartner hat, dürfte den Gelsenkirchenern übrigens auch nicht unbedingt gefallen. Denn in der Saison 2012/2013, als Rudnevs noch für den Hamburger SV stürmen durfte, von dem er jetzt an 96 ausgeliehen wurde, hat er mit einem seiner zwölf Saisontreffer bewiesen, dass auch er Schalke kann.



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