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96-Präsident

Martin Kind kündigt Rückzug für 2017 an

Für Martin Kind soll nach 20 Jahren Schluss sein. Der Klubchef des Fußball-Bundesligisten Hannover 96 hat für 2017 seinen Rückzug von der Vereinsspitze angekündigt – er will dann den Vorsitz des Aufsichtsrats übernehmen, vorher aber noch wichtige Vorhaben beenden.

veröffentlicht am 28.10.2014 um 10:37 Uhr
aktualisiert am 30.10.2014 um 00:24 Uhr

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Hannover 96 ohne Martin Kind? Das ist derzeit unvorstellbar, wird es aber auch dann nicht geben, wenn Kind sich wie angekündigt 2017 zurückziehen wird. „Irgendwann muss man mal aufhören. Wenn ich das tue, wird die Phase des Aufbaus und der Konsolidierung abgeschlossen sein“, sagte der 70-Jährige.

Kind ist dabei, den Übergang zu organisieren, wird aber danach ohne Klubchef- und Geschäftsführeramt als Aufsichtsrat und wichtigster Gesellschafter der Profiabteilung der starke Mann bei 96 bleiben. Bis zwei große Vorhaben – der Bau des Nachwuchsleistungszentrums und ein aufwendiges Breitensportprojekt an der Stammestraße – nicht abgeschlossen sind, will Kind ohnehin weitermachen. Die Bauarbeiten dafür, die Mitte nächsten Jahres beginnen werden, sollen 2017 beendet sein, der Klub investiert dafür insgesamt rund 25 Millionen Euro. „Wenn das fertig ist, werden wir mit einer tragfähigen Struktur als Marke Hannover 96 gut aufgestellt sein“, sagt Kind. „Und ich habe dann einen guten Job gemacht.“

Sein Nachfolger wird noch gesucht. Anders als Kind wird der neue Klubchef hauptamtlich tätig sein. „Es war für alle eine glückliche Konstellation, dass es einen Idioten wie mich gibt“, sagt der Hörgeräteunternehmer, der das Amt bei 96 sozusagen im Nebenjob ausübt, dafür aber sehr viel Zeit investiert – ehrenamtlich und unentgeltlich. Bereits jetzt wird nach geeigneten Kandidaten Ausschau gehalten. „Wir müssen jemanden finden, von dem wir überzeugt sind, dass er 96 weiterentwickelt“, sagt der Klubchef, der den Posten 1997 übernahm.

Nichts ändern wird sich mit Kinds Rückzug von der Vereinsspitze an der Führungsstruktur im 96-Profibereich. Die sieben Gesellschafter, zusammengefasst in der „Sales amp; Service GmbH“ (kurz: Samp;S), arbeiteten überaus konstruktiv zusammen, sagt Kind. „Das ist toll und soll nicht geändert werden. Dass sich alle so für die Stadt und den Klub engagieren, ist ein Erfolg, den ich so nicht erwartet habe“, sagt Kind, der neben dem Großburgwedeler Drogeriekettenbesitzer Dirk Roßmann und dem Celler Unternehmer Detlev Meyer die meisten Anteile besitzt. Die „Samp;S“ soll bis 2018 das alleinige Sagen bei 96 haben.



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