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Vertragsverlängerung

Mame Diouf hält Hannover 96 hin

Mame Diouf ist in der Regel ein fröhlicher Mensch. Der Stürmer hat fast immer ein Lächeln auf den Lippen, und er ist zudem – selbst wenn man das in den vergangenen Wochen nur erahnen konnte – auch ein sehr zielstrebiger Stürmer. Beim Thema Vertragsverlängerung indes schlägt er Haken.

veröffentlicht am 29.11.2013 um 11:38 Uhr
aktualisiert am 02.12.2013 um 00:15 Uhr

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29 Pflichtspieltore hat der 25-Jährige seit seinem Wechsel aus Manchester zum Fußball-Bundesligisten Hannover 96 im Januar 2012 erzielt. Doch im Moment scheint irgendwie alles anders zu sein. Gerade einmal zwei Treffer hat Diouf in dieser Saison, in der er wegen Verletzungen und einer Sperre nur acht Punktspiele absolvieren konnte, bislang erzielt. Und auch sein ansteckendes Lächeln sieht man auf dem Platz nicht mehr allzu häufig.

Wenn man den Senegalesen am Donnerstagvormittag beim Training beobachtete, dann konnte man schon ein wenig ins Grübeln kommen. In den Spielformen setzte er sich kaum einmal so energisch durch, wie man das sonst von ihm gewohnt ist. Dafür lag er – dieses Bild kennt man inzwischen leider aus der Bundesliga – fast nach jedem Zweikampf auf dem Boden und rieb sich den Knöchel oder die Wade. Besonders auffällig war aber das, was passierte, wenn Mirko Slomka das Training kurz unterbrach. Während sich der Rest der Mannschaft an der Seitenlinie versammelte, um etwas zu trinken, schlenderte Diouf etwa 30 Meter entfernt alleine über den Rasen. Ganz so, als würde er gar nicht richtig dazugehören.

Aber was ist los mit dem einstigen Torjäger und Spaßmacher? Nichts, versichert Diouf nach dem Training. Natürlich sei er nicht glücklich über die Situation, weil er der Mannschaft mit Toren helfen wolle. Aber frustriert sei er nicht. Weder über die eigene Torflaute, noch über die Tabellensituation und auch nicht über das Scheitern mit dem Senegal in der WM-Qualifikation. „Alles passiert aus einem Grund“, sagt Diouf, der am Sonntag (15.30 Uhr) gegen Eintracht Frankfurt voraussichtlich gemeinsam mit Artur Sobiech stürmen wird. „Ich muss einfach weiter hart arbeiten und an meine Mitspieler glauben.“

Lediglich bei einem Thema erlebt man Diouf derzeit so, wie man ihn gerne auf dem Platz sehen würde: Haken schlagend und kaum zu fassen. Nämlich dann, wenn man auf seinen im kommenden Sommer auslaufenden Vertrag bei 96 und eine mögliche Verlängerung zu sprechen kommt. „Wir werden sehen, was passiert“, erklärt er so freundlich wie unverbindlich. Auf Nachfrage gerne auch mehrfach. Zwar würde er letztlich die Entscheidung treffen, aber die Gespräche mit dem Verein führe alleine sein Berater Jim Solbakken. „Und ich weiß gar nicht, wie weit sie sind“, sagt Diouf – ehe er noch schnell eine Liebeserklärung an die Stadt und die Fans hinterherschickt. Dass er das laut 96 bereits seit Wochen vorliegende Angebot mit Gehaltserhöhung und Ausstiegsklausel bald unterschreiben wird, ist aber eher unwahrscheinlich. Denn einen Zeitplan, so Diouf, habe er nicht. Ebenso wenig wie eine Tendenz. „Ich weiß nicht“, sagt Diouf – und lächelt dann doch einmal wieder.



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