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96 verliert Pokal-Duell gegen Bayern

Kurze Hoffnung

Auch das Tor von Didier Ya Konan half den Roten nicht: Hannover 96 verliert das Pokalspiel beim FC Bayern München mit 1:4.

veröffentlicht am 25.09.2013 um 23:24 Uhr
aktualisiert am 28.09.2013 um 00:15 Uhr

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Der Fußball-Pokaltraum? Nach 64 Minuten war er am Mittwoch ausgeträumt für Hannover 96. Zu diesem Zeitpunkt gelang dem FC Bayern München im Zweitrundenduell durch Thomas Müller das 3:1, von dem sich die Hannoveraner nicht mehr erholten. Eine gute Viertelstunde vor der Pause mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 von Didier Ya Konan hatte den „Roten“ kurzfristig Mut gemacht, doch am Ende lief alles wie im Bundesligaspiel ein paar Tage zuvor: 96 war letztlich chancenlos, diesmal hieß es aus Sicht der Hannoveraner am Ende nicht 0:2, sondern 1:4. Und zwar verdient.

Soll keiner sagen, die Münchener seien kein freundlicher Gastgeber. Pep Guardiola, der in taktischen Dingen eigenwillige Trainer des FC Bayern, hatte mal wieder alle verblüfft, die vor einem Spiel für die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen zuständig sind. Bei keinem gilt das Motto „Ohne Gewähr“ mehr als bei ihm, was im konkreten Fall bedeutete: Guardiola setzte gegen 96 mit Franck Ribéry, Arjen Robben, Mario Mandzukic, David Alaba und Jérôme Boateng gleich fünf Stammspieler auf die Bank.

Wie würde 96 darauf reagieren? Mutiger als beim letzten Mal? Das war die spannende Frage in der Anfangsphase, die Antwort war schon nach ein paar Minuten zu erkennen: Die „Roten“, auch diesmal in München im giftgrünen Trikot, versuchten es wie beim 0:2 in der Bundesliga mit einer zurückhaltenden Variante und gelegentlicher Konterabsicht. 17 Minuten ging das gut, dann gerieten sie in Rückstand.

Das 1:0 der Bayern durch Thomas Müller setzte die Diskussionen fort, die beim hannoverschen 2:1-Sieg gegen den FC Augsburg vor vier Tagen begonnen hatten: regulär oder nicht? Müller drehte sich um Gegenspieler Marcelo, den Ball verlängerte er mit dem angelegten Oberarm ins Tor. Oberarm bedeutet im Fußball Handspiel, aber wenn er wie bei Müller angelegt und eine Absicht nicht zu erkennen ist? So richtig weiß da niemand mehr Bescheid, Schiedsrichter Jochen Drees entschied auf Tor, begleitet von eher pflichtschuldigem hannoverschen Protest.

Als Claudio Pizarro nach einem Fehler von Salif Sané per Kopfball unter die Latte das 2:0 erzielte (27.), schien das Pokalduell bereits entschieden. Doch nach einer halben Stunde erwachten die Hannoveraner langsam – es war ja nun auch nichts mehr zu verlieren. Und siehe da: Der FC Bayern, in der vergangenen Saison undenkbar, wackelt, wenn man ihn mit Flanken beschäftigt, wie es vor allem Sébastien Pocognoli auf der linken Seite gekonnt machte.

Die Münchener unter Guardiola halten im Strafraum oft viel Abstand, Lars Stindl (32. Minute) und Didier Ya Konan (33.) hätten daraus bereits Profit schlagen können. Im zweiten Versuch machte es dann Ya Konan besser: Die Flanke von Pocognoli schoss der Stürmer in der 37. Minute direkt und wuchtig zum 1:2 ins Netz. Geht da vielleicht doch noch was für 96?

Mit der Einwechselung von Jan Schlaudraff für Edgar Prib riskierte 96-Trainer Mirko Slomka zu Beginn der 2. Halbzeit mehr. Doch die Partie steckte nach der Pause lange im Mittelmaß fest, Stimmung auf den Rängen kam erst auf, als Guardiola Ribéry, Robben und Alaba zum Warmmachen schickte. Für alle Fälle, falls diese unbequemen Gäste noch unbequemer werden sollten. Doch 96 spielte am Mittwoch keine gute 2. Hälfte, kassierte Tor Nummer 3 durch Thomas Müller (64.) und nach einem Fehler des sonst stark haltenden Torwart Ron-Robert Zieler auch noch das 1:4 durch Ribéry. Den hatte Guardiola dann doch noch gebracht, damit es nicht zu spannend wird.



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