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Hannover 96 gegen VfB Stuttgart

„Kocka“ besiegelt nächste Auswärtspleite

Es war ein emotionaler Schlusspunkt: Nachdem er acht Jahre für Hannover 96 gespielt hat, traf Konstantin Rausch zum 4:2 für den VfB Stuttgart gegen die „Roten“.

veröffentlicht am 07.12.2013 um 15:10 Uhr
aktualisiert am 10.12.2013 um 00:15 Uhr

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Die Hoffnung auf bessere Zeiten bei Hannover 96 währte nicht einmal eine Woche. Nach dem 2:0-Sieg gegen Eintracht Frankfurt konnten die „Roten“ beim VfB Stuttgart nicht nachlegen. Das 2:4 bei den keineswegs überragenden Schwaben war sogar ein Rückfall, wie er schlimmer kaum hätte sein können. Auch wenn 96 bislang auswärts selten überzeugen konnte, gegen so eine limitierte und verunsicherte Mannschaft wie den VfB Stuttgart hätten die „Roten“ zwingend mindestens einen Punkt mit nach Hannover nehmen müssen. So aber rutscht das Team von Trainer Mirko Slomka wieder in Richtung Abstiegsplätze und steht im nächsten Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg wieder einmal enorm unter Druck.

So leicht hat es den „Roten“ bislang noch keine Gastmannschaft gemacht. Allein in der ersten Viertelstunde hatte 96 durch Artur Sobiech und Mame Diouf drei richtig gute Chancen zur Führung. Und selbst nach dem Stuttgarter 1:0 hatten es die Niedersachsen in der Hand, endlich den lang ersehnten Auswärtssieg perfekt zu machen. Doch die beiden Geschenke von VfB-Torwart Sven Ulreich, die die „Roten“ mit 2:1 in Führung brachten, reichten nicht aus. Dafür fehlte es 96 wieder einmal an Sicherheit und Souveränität, durch schlimme Fehler bauten die „Roten“ den Gegner auf und kassierten am Ende eine Niederlage, die absolut vermeidbar gewesen wäre. Wer so viele große Fehler macht, der wird selbst von einer Mannschaft wie Stuttgart bestraft.

Nach einem Ballverlust von Diouf in der Stuttgarter Hälfte führt der Konter zum 1:0. Moritz Leitner passt auf Timo Werner, der den Ball zu Martin Harnik flankt. Der VfB-Offensivspieler trifft aus acht Metern (13. Minute). Nach einem Missverständnis zwischen VfB-Torwart Ulreich und Daniel Schwaab schiebt Artur Sobiech den Ball zum 1:1 über die Linie (28.). Eine Huszti-Fanke köpft Salif Sane aus fünf Metern zum 2:1 ins Netz (31.). Nur zwei Minuten später gleicht Vedad Ibisevic per Kopf nach einer Flanke von Martin Harnik zum 2:2 aus. Und noch ein Gegentor nach einem Konter: Den Ballverlust von Andre Hoffmann nutzt schließlich Ibrahima Traore, der aus halbrechter Position das 3:2 erzielt (52.). Der ehemalige 96er Konstantin Rausch macht mit einem feinen Außenristschuss zum 4:2 (84.) den Schlusspunkt.

Das schnelle Gegentor zum 2:2 durch Ibisevic warf 96 völlig aus der Bahn. Wie schon bei den Auswärtsspielen in Bremen und Hamburg kassierten die „Roten“ auch in Stuttgart unmittelbar nach der Führung den Ausgleich. Danach war ein Bruch im Spiel, von diesem Schock erholte sich die Mannschaft bis zum Abpfiff nicht mehr.

Es war der Klassiker: Mit einem schönen Tor zum 4:2 machte Konstantin Rausch den Sieg für die Schwaben perfekt. Ausgerechnet Rausch! Der Linksverteidiger war im Sommer von Hannover nach Stuttgart gewechselt und lieferte gegen seine alten Kameraden eine sehr ordentliche Leistung ab.

Mehr Ballbesitz (55 Prozent), mehr Torschüsse (insgesamt 14): Das sieht zwar nett aus, doch 96 konnte daraus kein Kapital schlagen. Denn in der inoffiziellen Rubrik „Fehlpässe, durch die der Gegner zu Kontertoren kommt“ weist die Statistik ein klares 4:0 für Stuttgart aus.



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