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Keine Freigabe für Bayer-Profi

Kießling "darf nicht zu" Hannover 96

Für Hannover 96 wäre es der Top-Transfer in der Winterpause geworden: der Verein hatte großes Interesse an Leverkusens Stürmer Stefan Kießling gezeigt. Doch daraus wird offenbar nichts: laut einem Medienbericht bleibt der ehemalige Nationalspieler bei der Werkself im Rheinland.

veröffentlicht am 14.12.2015 um 12:33 Uhr
aktualisiert am 15.12.2015 um 12:59 Uhr

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Er war am Morgen das große Gesprächsthema bei Hannovers Fußballfans. Dieser Plan von Geschäftsführer Martin Bader stieß bei den Anhängern mehrheitlich auf Gefallen. Die ernüchternde 0:1-Niederlage bei 1899 Hoffenheim hatte die Sehnsucht nach einem torgefährlichen Stürmer im 96-Trikot noch einmal vergrößert. Einer der erfolgreichsten Bundesliga-Torjäger der vergangenen Jahre wäre den „Roten“ lieb und teuer gewesen. Doch die Verantwortlichen von Bayer 04 stoppten alle Wechselpläne: Kießling muss in Leverkusen bleiben.

Bei Bayer herrschte hektische Betriebsamkeit, denn das Interesse von 96 an Kießling soll sehr konkret gewesen sein – und das Angebot an den Spieler auch. Weil Kießling in Leverkusen zwar zuletzt kein Stammspieler war, aber ein Publikumsliebling, konnten und wollten sich die Bayer-Verantwortlichen Wechselgerüchte über mehrere Tage nicht leisten. Laut der „Bild“-Zeitung setzten sich Sportchef Rudi Völler und Manager Jonas Boldt mit Kießling zusammen, um das Thema schnell vom Tisch zu kriegen. Danach stand fest, dass Kießling, der noch einen Vertrag bis 2017 besitzt, nicht wechseln wird oder darf. Vermutlich wird der 31-Jährige sogar eine Vertragsverlängerung inklusive Option für einen Verbleib im Verein nach dem Karriereende bekommen.

6 und Kießling – das hätte hervorragend passen können. In Hannover haben sie bei der Kaderplanung die Position „Torjäger“ irgendwie vergessen, keiner der Angreifer erfüllt gehobene Erstligaansprüche. Und ausgerechnet der 3,5 Millionen Euro teure Toptransfer Mevlüt Erdinc, der für das Toreschießen vorgesehen und ein Wunschkandidat von Trainer Michael Frontzeck war, blieb hinter allen Erwartungen zurück und hat bislang nicht einen einzigen Treffer erzielt. Beste 96-Torschützen nach 16 Spieltagen sind Artur Sobiech und Hiroshi Kiyotake – mit drei Treffern. Die Erkenntnis, dass der Klassenerhalt damit nicht zu schaffen sein wird, hat 96-Geschäftsführer Bader direkt zu Kießling geführt.

Kießling spielte vor seinem Wechsel 2006 nach Leverkusen drei Jahre in Nürnberg, Manager dort war damals Bader. Leverkusens Völler hatte zwar frühzeitig signalisiert, Kießling nicht abgeben zu wollen, doch Trainer Roger Schmidt hatte für den früheren Nationalspieler zuletzt nur noch selten Verwendung in der Startelf gefunden. Dann kam am vergangenen Spieltag der 5:0-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach, Kießling traf zweimal und war an zwei Toren beteiligt. Den Stürmer nach Hannover ziehen zu lassen, hätte der zuletzt etwas in die Kritik geratene Schmidt, laut „kicker“ ein „Kießling-Skeptiker“, den Fans nicht erklären können.

Kießling selbst hatte Wechselabsichten („Ich mache mir aktuell Gedanken darüber, was für mich das Beste ist“) öffentlich gemacht und Bayer zu verstehen gegeben, dass er nicht bereit sei, als Einwechselspieler in Leverkusen zu bleiben. Genau an diesem Punkte konnte Bader bei ersten sondierenden Gesprächen ansetzen, denn in Hannover heißt es derzeit: Ein Himmelreich für einen erstklassigen Stürmer. Mit Stammplatzgarantie.

Kießling wäre nicht nur wegen seiner Torqualitäten interessant gewesen: Der 31-Jährige ist einer, der sich mit großer Leidenschaft reinhaut. Auch das braucht 96.



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