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Verträge beim Bundesligisten

Keine Zukunft für Andreasen bei 96?

Bei den Planungen des Fußball-Bundesligisten Hannover 96 für die nächste Saison sind Vertragsverlängerungen eher unwahrscheinlich – selbst bei dem Dänen Leon Andreasen.

veröffentlicht am 11.02.2014 um 21:31 Uhr
aktualisiert am 14.02.2014 um 00:15 Uhr

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Eigentlich schien schon alles klar zu sein. Leon Andreasen sollte seinen im Sommer auslaufenden Vertrag bei Hannover 96 bereits vor einigen Wochen bis zum Jahr 2016 verlängern. Der dänische Mittelfeldspieler, der beim Fußball-Bundesligisten in der Hinrunde alle 17 Spiele absolvierte und als Stammspieler gesetzt war, hatte signalisiert, dass er gerne bleiben würde. Und der Klub wollte das eigentlich auch. Nur noch Details fehlten nach Angaben beider Seiten an einer Einigung. Doch inzwischen hat sich die Situation geändert. Nicht nur, dass Andreasen in den ersten drei Rückrundenspielen unter dem neuen Trainer Tayfun Korkut lediglich noch eine Reservistenrolle einnimmt. Auch eine Vertragsverlängerung erscheint nach derzeitigem Stand der Dinge eher unwahrscheinlich zu sein.

Sportdirektor Dirk Dufner bestätigte, dass die Gespräche erst einmal gestoppt wurden. Und es gibt gleich mehrere Indizien dafür, dass sie vielleicht auch nicht mehr wieder aufgenommen werden. Da wäre zum einen die Situation des Kaders. Gleich 19 Profis haben noch einen über die Saison 2013/2014 hinaus laufenden Vertrag. Dazu dürfte bald das 18-jährige Stürmertalent Valmir Sulejmani kommen sowie im Sommer die beiden derzeit noch auf Leihbasis bei den „Roten“ spielenden Artjoms Rudnevs und Frantisek Rajtoral, bei denen 96 eine Kaufoption besitzt. Und da der neue Coach das Team im Sommer mit großer Wahrscheinlichkeit auch noch auf drei oder vier Positionen verstärken will, um das entsprechende Personal für seine bevorzugte Spielphilosophie zu haben, muss Dufner mit Blick auf die Kadergröße irgendwie Platz schaffen.

Wie schwierig es aber ist, Spieler mit langfristigen Verträgen abzugeben, hat 96 gerade in der Winterpause erfahren müssen. Da verließen mit França, Adrian Nikci, Ali Gökdemir und Florian Ballas zwar vier Spieler den Klub – aber durchweg nur auf Leihbasis. Im Laufe dieses Jahres dürften alle vier wieder nach Hannover zurückkehren. Und speziell bei etablierteren Akteuren wie Jan Schlaudraff oder Christian Pander, die in den Planungen von Korkut möglicherweise nicht gerade Schlüsselrollen spielen, dürfte das durch die Europacup-Teilnahme angestiegene Gehaltsgefüge zum zusätzlichen Problem werden, wenn es darum gehen sollte, potenzielle Interessenten zu finden.

Die deutlich einfachere Option ist es da, auslaufende Verträge nicht zu verlängern. Und davon könnten dann neben Steven Cherundolo, der wegen Knieproblemen wohl ohnehin auf sein Karriereende zusteuert, auch langjährige Stammspieler wie Christian Schulz, Didier Ya Konan – und eben Andreasen betroffen sein. Zumal der Däne auch nicht unbedingt dem Ideal eines defensiven Mittelfeldspielers unter Korkut entspricht. Der 30-Jährige hat seine Stärken eher in der kompromisslosen Balleroberung und dem gradlinigen Vorwärtsgang als im kreativen Kurzpassspiel. Und ob er nach zwei langen Verletzungspausen in den vergangenen Jahren körperlich noch dazu in der Lage ist, regelmäßig 13 Kilometer pro Spiel zu laufen, ist zumindest fraglich. Verdient hätte der sympathische Kämpfer mit dem großen Willen eine Vertragsverlängerung in jedem Fall. Doch darum geht es im harten Profigeschäft eben leider nur selten.

Salif Sané hat das Training am Dienstag – das letzte öffentliche vor dem Spiel in Mainz am Freitag – wegen Problemen im linken Knie abgebrochen.



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