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HAZ–Interview

„Jeder Pfiff tut weh“

Dieter Schatzschneider, erfolgreichster Torjäger der „Roten“, spricht über die Trefferarmut bei 96 und die Bedeutung von Vertrauen.

veröffentlicht am 25.10.2014 um 10:08 Uhr
aktualisiert am 27.10.2014 um 00:31 Uhr

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Schrecklich, nicht? Da muss einfach mehr kommen, denn ob Sie es glauben oder nicht: Wir haben in der Offensive einiges zu bieten. Ich bleibe dabei: Die Qualität nach vorne ist da. Es hat in der Mannschaft noch gar keiner gemerkt, dass wir mit Joselu einen der kopfballstärksten Stürmer in der Bundesliga haben. Wir müssen ihn aber auch mal ins Spiel bringen mit Flanken.

Mein Eindruck ist: Die erste Pflicht der Mannschaft ist es, ein Spiel zu verwalten. Das schnelle Umschalten, um Tore zu schießen, ist erst die zweite Pflicht. Das muss sich ändern. Verwalten, das können die Bayern. Wir müssen das wenige nutzen, was wir haben. Das war in der Vergangenheit der Grundstock unseres Erfolges, da müssen wir wieder hinkommen.

Na klar habe ich die erlebt. Ich habe immer auf die Worte meiner Trainer gehört. Diethelm Ferner zum Beispiel hat bei 96 immer zu mir gesagt: „Langer, auch wenn du zehn Wochen nicht triffst, du spielst immer. Notfalls schaffst du für die anderen Spieler die Räume.“

Genau, absolutes Vertrauen. Der Trainer muss einem in dem Moment das Gefühl geben, unersetzlich zu sein, wichtig für die Mannschaft, man darf nicht infrage gestellt werden, dann platzt der Knoten auch wieder.

Nun ja, es gab bei dem Satz von Ferner noch ein Aber, und das lautete: Aber du musst im Training richtig arbeiten. Das habe ich natürlich als Unverschämtheit empfunden (lacht).

Na klar. Du musst dir im Training das Selbstvertrauen holen, dann gehst du auch im Spiel wieder vorne rein. Wichtig ist in einer solchen Situation, dass einen die eigenen Fans nicht auspfeifen. Jeder Pfiff tut nämlich weh.

Wenn wir das erste Tor machen, dann ist was möglich.

Ach, du Schreck, wirklich?

Das mit den Toren, na klar, kann schon sein. Aber sonst? Ah, doch, jetzt fällt es mir ein: Der Dortmunder Trainer (Karl-Heinz Feldkamp, d. Red.) ist danach entlassen worden.



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