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96-Spiel am Sonnabend

In Hamburg darf nichts schiefgehen

0:1 auf Schalke, 1:1 gegen Mainz. „Das ist zu wenig“, sagte 96-Sportdirektor Dirk Dufner am Freitag und erhöhte vor dem Nordderby beim Hamburger SV den Druck auf die Spieler der „Roten“. Trainer Tayfun Korkut zeigte sich optimistisch: „Ich habe absolutes Vertrauen in die Mannschaft.“

veröffentlicht am 06.02.2015 um 19:50 Uhr
aktualisiert am 09.02.2015 um 00:15 Uhr

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So viel Geheimniskrämerei muss wohl sein. Und das nicht nur wegen des 900. Bundesligaspiels der Klubgeschichte, in das Hannover 96 am heutigen Sonnabend geht. Die „Roten“ sind zu Gast bei den „Rothosen“ in Hamburg, der vermeintlich kleine HSV tritt beim einstmals großen HSV an - und das zum 27. Mal im Fußball-Oberhaus: Es ist nicht allein die runde Zahl an Spielen, die diesem Nordderby einen spannenden Anstrich verleiht. Weil damit für beide Teams eine wichtige Richtungsbestimmung einhergeht, ist jeder Beteiligte darum bemüht, sich vorher nur nicht in die Karten gucken zu lassen.

Zum Beispiel beim Personal, das es richten soll. Darüber darf dann sogar mal geschmunzelt werden. Etwa als 96-Trainer Tayfun Korkut die Frage nach einem möglichen Debüt von Neuzugang João Pereira mit den Worten beantwortete: „Es sieht ganz gut aus. Er hat nicht viel falsch gemacht im letzten Spiel.“ Dass der Portugiese nur auf der Bank saß: geschenkt.

Nur gut, dass die 96-Verantwortlichen derzeit noch zu derartigen Späßen aufgelegt sind. Dabei liefert ein gewonnener Punkt aus den ersten beiden Spielen der Rückrunde nicht wirklich Grund zur Freude, sondern eher zur Besorgnis. Wird der Trend nicht gestoppt, droht die tabellarische Talfahrt. „Das ist zu wenig“, hat Sportdirektor Dirk Dufner am Freitag mit Blick auf die Punktausbeute im neuen Jahr noch einmal angemerkt. Und er hat damit zugleich den Druck erhöht, es in Hamburg tunlichst besser zu machen, um den Fehlstart nicht komplett zu machen. Da ist auch kein Trost, dass 96 in der Bundesliga-Rückrundentabelle vor dem FC Bayern München rangiert.

Ganz im Ernst: Nur mit einem Sieg erhält sich 96 die Chance, dass der Kontakt zum oberen Tabellendrittel nicht ganz abreißt. Dazu aber bedarf es wohl mehr als nur „einer sehr guten ersten Hälfte“ wie gegen Mainz, so Korkut. Man müsse zudem überlegen, „was an einer guten Halbzeit noch zu verbessern ist“, ergänzte Dufner. Halbe Sachen, das ist die Quintessenz, werden in der Liga in der Regel nicht belohnt. Zumal in einem Derby wie dem bevorstehenden „nicht immer die bessere Mannschaft gewinnt“, wie der 96-Cheftrainer sagte.

Der Schlüssel, um am Ende besser dazuzustehen als jüngst auf Schalke und im Heimspiel gegen Mainz, ist die Angriffsleistung. Für offensichtliche Versäumnisse in der Chancenverwertung ist 96 zweimal in Folge bestraft worden, trotz zeitweise durchaus ansehnlicher spielerischer Leistungen. „Du machst sie rein, oder du machst sie nicht rein“, hat Dufner am Freitag dazu angemerkt - versehen mit dem Zusatz, es gebe Dinge, die könne man nicht immer zu 100 Prozent erklären.

So ein kleines Mysterium ist Joselu. In diesem Jahr steht beim an Toren gemessenen besten 96-Angreifer (7) noch immer die Null. Dabei hatte der Spanier speziell auf Schalke gute Möglichkeiten zum Nachlegen, konnte damit jedoch nichts anfangen. Dass der 96-Erfolg aber in großem Maße davon abhängt, dass der 24-Jährige den Ball ins Netz befördert, macht die Angelegenheit problematisch.

Korkut hat am Freitag den schönen Satz gesagt: „Ich habe absolutes Vertrauen in die Mannschaft.“ Für ihn gebe es „überhaupt keine Fragezeichen“. Eine schöne Vorlage für seine Spieler, darauf heute Abend in Hamburg die richtigen Antworten zu geben. Es wäre der passende Zeitpunkt - nicht nur wegen des 900. Bundesligaspiels der „Roten“.



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