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Bittencourt wird 20

„Immer online bleiben“

Mit seinem ersten Tor für 96 gegen Nürnberg hat Leonardo Bittencourt gezeigt, dass er der Mannschaft helfen kann. Am Donnerstag wird der Offensivspieler 20 Jahre alt.

veröffentlicht am 18.12.2013 um 18:02 Uhr
aktualisiert am 21.12.2013 um 00:15 Uhr

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Allzu schwierig war es nicht, den Ball aus dieser Entfernung im Tor unterzubringen. Szabolcs Huszti hatte perfekt quergelegt, sodass Leonardo Bittencourt am vergangenen Sonnabend aus acht Metern nur noch zum 1:3 gegen Nürnberg einschieben musste. Für einen Profi eine Kleinigkeit. Manchmal sind es aber genau diese Kleinigkeiten, die große Auswirkungen haben. Unmittelbare, denn der Treffer von Bittencourt war der Startschuss für die erfolgreiche Aufholjagd von Hannover 96.

Aber auch langfristig könnte das Tor für den Offensivspieler bedeutend gewesen sein – und auch für 96 noch das Prädikat „besonders wertvoll“ erhalten. Denn für den Profi war sein erstes Tor im 96-Trikot ein enorm wichtiges, „auch um mich selbst zu befreien. Der kleine Knoten ist endlich geplatzt.“

Die geballte Faus, der ausgelassene Jubel, die unbändige Freude: Man muss kein Profiler beim FBI sein um zu erkennen, dass da einem die absolute Erleichterung ins Gesicht geschrieben stand. Bittencourt ist gegen Nürnberg das gelungen, was viele Fans von ihm schon früher erwartet haben. Er hat gezeigt, dass er der Mannschaft helfen kann. In so manchem Spiel zuvor konnte er diese Erwartung nicht erfüllen, da wirkte das Leichtgewicht (62 Kilogramm) oftmals nicht robust genug im Duell mit den kompromisslosen Kickern der Liga.

„Es gab Höhen und Tiefen“, sagt Bittencourt, der heute seinen 20. Geburtstag feiert. Dass sein Wechsel zum Saisonbeginn von Borussia Dortmund zu den „Roten“ richtig war, davon ist er überzeugt. Bis auf die Spiele gegen Schalke 04 und den HSV stand der Mittelfeldspieler in jeder Begegnung auf dem Platz, wenngleich er lediglich fünfmal von Beginn an ran durfte. „Meine Einsätze zeigen mir, dass der Schritt richtig war. Jetzt geht es darum, mich in die Startelf zu kämpfen.“

Dabei fehlt es dem feinen Techniker nicht an Kampferqualitäten. Das zeigt er täglich beim Training, auch wenn es im Spiel zuvor nur für einen Kurzeinsatz gereicht hat. „Ich haue mich immer rein, gebe nie das Signal, dass ich enttäuscht bin“, sagt der 96-Profi. „Immer online bleiben“, nennt er das, „auch wenn’s eine schwierige Phase ist. Das ist meine Art. Ich muss nach jeder Einheit mit mir im Reinen sein, muss wissen, dass ich wirklich alles gegeben habe.“

Irgendwann werde man dafür dann auch belohnt, sagt Bittencourt. Und manchmal geht das ganz schnell. Für das Spiel am Sonnabend beim SC Freiburg, so zeichnet es sich zumindest nach den bisherigen Trainingseinheiten ab, plant Trainer Mirko Slomka im linken Mittelfeld mit Bittencourt als Ersatz für den gesperrten Huszti. Linkes Mittelfeld, für Bittencourt kein Problem, „das ist meine favorisierte Seite. Links liegt mir besser“, sagt der Offensivspieler, der auf dieser Position schon in der Jugend und in der deutschen „U 21“-Nationalelf gespielt hat: „Da bin ich gefährlicher und habe mehr Zug zum Tor.“

Eigenschaften, die die „Roten“ im letzten Spiel der Hinrunde gegen die bislang im eigenen Stadion noch sieglosen Freiburger gut gebrauchen können. „Wir wollen unbedingt gewinnen“, sagt Bittencourt, der den Glauben daran, dass diese Saison für seine Mannschaft trotz der vielen Rückschläge noch eine positive Wendung nehmen kann, noch nicht aufgegeben hat. „Wenn wir drei Punkte holen, können wir vielleicht noch oben ankratzen. Das Spiel könnte ausschlaggebend dafür sein, in welche Richtung es bei uns geht“, sagt Bittencourt, der auch endlich einmal bei einem Auswärtsspiel jubeln will. „Mit null Punkten die Hinrunde zu beenden, das wäre wirklich sch...“Und was wünscht sich der 96-Profi zu seinem Geburtstag? „Sportlich? Drei Punkte in Freiburg.“ Und persönlich? „Drei Punkte in Freiburg.“



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