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Ron-Robert Zieler im Interview

„Ich weiß, dass ich Gas geben muss“

Torwart Ron-Robert Zieler spricht im Interview über seine Zukunft und den Konkurrenzkampf bei seinem neuen Verein Leicester City, das Gespräch mit Torwart-Nationaltrainer Andy Köpke und den Schmerz des Abstiegs seines bisherigen Vereins Hannover 96.

veröffentlicht am 07.06.2016 um 19:21 Uhr
aktualisiert am 10.06.2016 um 00:21 Uhr

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Ich mache Urlaub auf Mykonos, sitze im Schatten und gucke aufs Meer. Ist echt schön hier.

Ich bemühe mich schon, nach vorn zu schauen. Ich freue mich einfach auf Leicester City, auf die Premier League, auf die Champions League.

Nein, bestimmt nicht lange. Ein Angebot vom englischen Meister bekommt man nicht alle Tage. Außerdem lief Ende Mai meine Option aus, für eine bestimmte Ablöse (3,5 Millionen Euro, d. Red.) den Verein wechseln zu können. Wir hätten uns später sicherlich auch anders mit 96 geeinigt, aber so war es natürlich einfacher.

Das ist eine interessante Aufgabe. Wenn man zu einem Top-Verein geht, dann muss man sich einem Konkurrenzkampf stellen. Auf dem Niveau sind die Clubs meistens doppelt gut besetzt. Kasper Schmeichel hat, wie auch die anderen Jungs bei Leicester, eine starke Saison gespielt. Man hat mir in den Gesprächen aber einen offenen Zweikampf versprochen.

Ich nehme die Herausforderung an. Ich weiß, dass ich Gas geben muss. Ich weiß aber auch, was ich kann.

Sie können sich vorstellen, dass ich wahnsinnig enttäuscht gewesen bin. Letztlich muss ich die Entscheidung akzeptieren und nach vorne blicken.

Ich habe schon zwei Tage gebraucht, aber irgendwann musste ich es einfach abhaken. Zumal das Gespräch mit Andy Köpke () nicht so schlecht verlaufen ist, wie man vielleicht annehmen könnte.

Er hat mich für eine starke Saison gelobt. Er meinte, er könne mir nichts vorwerfen. Im Gegenteil: Er hat mir bescheinigt, dass ich sogar noch einen Schritt nach vorn gemacht habe.

Das sollte man nicht so hoch hängen. Dass er solch' ein Ding kassiert, heißt ja nicht gleich, dass er ein schlechterer Torwart ist. Das gibt mir jetzt auch keine Genugtuung. Im Gegenteil. Es war ein undankbares Spiel für ihn.

Das wird man sehen. Ich werde weiter versuchen, mich anzubieten. Für mich beginnt ein ganz neuer Lebensabschnitt. Jetzt zählt erst einmal Leicester, da will ich meine Leistung bringen. Der Rest kommt dann von ganz alleine.

Natürlich, und ich werde kräftig die Daumen drücken, dass es mit dem Titel klappt.

Zu erst einmal: Dieser Abstieg tut weh. Und er wäre vermeidbar gewesen. Wir sind in einen Negativtrend hineingeraten, aus dem wir erst gar nicht und dann viel zu spät wieder herausgekommen sind. Die letzten Spiele haben gezeigt, dass es unnötig war, dass viel mehr in der Mannschaft steckt.

Wir hatten schon in dem ganzen Jahr einige Mannschaftssitzungen, in denen wir die Lage klar und deutlich angesprochen haben.

Das ist eine ganz wichtige Personalie. „Manu“ hat sein Bundesligaformat oft genug bewiesen. 96 braucht für den geplanten Wiederaufstieg gestandene Spieler wie ihn, damit die 2. Liga nur ein kurzer Zwischenstopp bleibt. Hannover und diese tollen Fans gehören einfach in die Bundesliga.



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