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96-Zittersieg

Hauptsache irgendwie gewonnen

Viertes Heimspiel, vierter Sieg. Hannover 96 kann sich weiterhin auf seine Heimstärke verlassen und hat sich durch einen 2:1-Sieg über den FC Augsburg erst einmal in der Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga festgesetzt.

veröffentlicht am 21.09.2013 um 18:17 Uhr
aktualisiert am 24.09.2013 um 00:15 Uhr

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Über das wie wollte nach Spielschluss kaum noch jemand reden. Hauptsache irgendwie gewonnen. Denn wer sich so schwertut wie die „Roten“ über weite Strecken gegen Augsburg und trotzdem gewinnt, der kann auch am Ende der Saison ganz weit oben stehen.

Mirko Slomka hatte es gewusst. Zäh seien Spiele gegen den FC Augsburg regelmäßig, hatte der 96-Trainer vor der Partie gesagt. Und zäh, das war genau die Bezeichnung, die perfekt zu dem Spiel passte, das die „Roten“ letztlich etwas glücklich mit 2:1 gewannen. Lange Zeit suchten sie vergeblich nach einem Mittel, sich gegen die sehr clever und engagiert verteidigenden Gäste Torchancen herauszuspielen. Und als sie durch einen umstrittenen Elfmeter - der Schiedsrichterassistent hatte eine Abwehraktion von Salif Sané bei einer Flanke als Handspiel erkannt - auch noch in Rückstand gerieten (50. Minute/Paul Verhaegh), schien der vierte Heimsieg schon in weite Ferne gerückt zu sein. Doch 96 kam noch einmal zurück. Artur Sobiech (60.) und Szabolcs Huszti mit dem zweiten Handelfmeter des Spiels (88.) drehten die Partie noch.

0:1 (50. Minute) Verhaegh verwandelt einen Handelfmeter, nachdem Sané eine Flanke regelwidrig abgeblockt haben soll. 1:1 (60.) Sobiech profitiert nach einer Flanke von Huszti von einem dicken Augsburger Abwehrfehler: Torwart Manninger und Innenverteidiger Klavan behindern sich gegenseitig - und Sobiech muss den Ball nur noch ins leere Tor schieben.2:1 (88.) Huszti verwandelt einen Handelfmeter nachdem Ostrzolek seine von Ya Konan verlängerte Flanke zunächst mit der Brust gestoppt und dann mit dem Arm berührt hatte.

Es waren zweifellos die Elfmeter, die dem Spiel das Gesicht gaben. Zunächst bekam Sané den Ball beim Versuch, eine Flanke zu blocken an den rechten Arm. Schiedsrichter Christian Dingert ließ zunächst weiterspielen, aber sein Assistent zeigte ein Handspiel an. Dass Dingert drei Minuten später bei einer Abwehraktion von Klavan, dem der Ball im gegenüberliegenden Strafraum nicht auf Strafstoß entschied, brachte Fans und 96-Profis zusätzlich auf die Palme. Und irgendwie konnte man danach fast darauf wetten, dass es später noch einen Elfmeter für 96 geben würde. Es dauerte bis zur 88. Minute.

Eigentlich war es nicht das Spiel von Szabolcs Huszti. Nach zwei Partien Sperre konnte sich der Ungar kaum einmal in Szene setzen. Doch trotz einer eher schwachen Vorstellung war er an beiden Toren maßgeblich beteiligt. Das 1:1 durch Sobiech bereitete er mit einer Flanke vor. Und auch der Flugball, der zum Siegtor führte, kam von Huszti, der danach eiskalt vom Elfmeterpunkt aus traf.

Schüsse: 15-12 Ballbesitz: 59%-41% Gewonnene Zweikämpfe: 56%-44% Ecken: 8-1 Abseits: 1-1Fouls: 19-17

Mirko Slomka (96-Trainer): „Das Spiel war 90 Minuten lang unruhig und hektisch, weil beide Mannschaften den Ballführenden hervorragend bekämpft haben. Aber wir sind dran geblieben, sind geduldig geblieben und haben deshalb auch nicht unverdient gewonnen.“Markus Weinzierl (Trainer Augsburg): „Diese Niederlage tut uns weh, weil wir sehr viel investiert haben. Und ich denke, es wäre auch möglich gewesen, hier heute etwas mitzunehmen.“



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