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Spitzenspiel am Sonnabend

Hannover-96-Stürmer Mame Diouf fehlt gegen Borussia Dortmund

Die Nachricht aus Barsinghausen konnte ihn nur ein wenig aufheitern. Der Ärger und die Enttäuschung waren um einiges größer. Mame Diouf konnte auch am Freitag nicht trainieren, und damit steht fest: Der Senegalese wird Hannover 96 beim schweren Spiel bei Borussia Dortmund aufgrund einer Sprunggelenkverletzung fehlen.

veröffentlicht am 02.03.2013 um 11:55 Uhr

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Die „Roten“ müssen die nächste Etappe der „Jagd auf die Europa-League-Plätze“ (Trainer Mirko Slomka) ohne ihren effektivsten und effizientesten Stürmer bestreiten.

Dass Diouf am Freitag zu Niedersachsens Fußballer des Jahres gewählt wurde, hat ihn daher eher wenig berührt. Die 96-Fans dürfte das Ergebnis des Votums viel mehr gefreut haben als den Stürmer selbst. Der 25-Jährige hat bei der von Journalisten durchgeführten Abstimmung nämlich einen Braunschweiger - wenn auch knapp - in die Schranken verwiesen: Eintracht-Kapitän Dennis Kruppke, der Zweiter wurde.

Wer Dioufs Platz gegen Dortmund einnehmen wird, ließ Slomka am Freitag offen. Er hat die Wahl zwischen dem ballgewandten und schnellen Jan Schlaudraff und dem körperlich robusten und kopfballstarken Artur Sobiech. Für die vom 96-Coach angekündigte Kontertaktik käme Schlaudraff eher infrage.

Eine weitere offene Personalie ist, wer Szabolcs Huszti (Oberschenkeloperation) auf der linken Mittelfeldseite ersetzen wird. Alternativen sind Christian Pander und Konstantin Rausch. Vieles spricht dafür, den schnelleren, wendigeren und laufstärkeren Rausch gegen die starke rechte Dortmunder Seite aufzubieten, die wahrscheinlich Lukasz Piszczek und Jakub Blaszczykowski bilden werden.

Huszti war allerdings auch für Freistöße, Eckbälle und Elfmeter nahezu im Alleingang zuständig. „Es gibt unterschiedliche Kandidaten“, sagte Slomka. „Pander kann super Standards schießen, Sergio da Silva Pinto hat einen starken rechten Fuß, und Rausch kann das auch.“ Zu Letzterem führte er allerdings noch schnell an: „Seine Eckstöße waren zuletzt ja nicht so gut.“ Gegen den Hamburger SV hatte der 23-Jährige nach seiner Einwechslung für den verletzten Huszti in bester Nebojsa-Krupnikovic-Manier einige Eckbälle in Kniehöhe hereingebracht.

Slomka weiß, dass die Standards eine Stärke der „Roten“ bleiben müssen, wenn seine Elf in Deutschlands Fußballtempel etwas holen will. Deshalb ließ er am Freitag in der nicht öffentlichen Übungseinheit Ecken und Freistöße ausgiebig trainieren.

Auf Nachlässigkeiten ob der in der nächsten Woche anstehenden schweren Aufgaben für den BVB - am Dienstag im Champions-League-Achtelfinalrückspiel gegen Schachtjor Donezk, am Sonnabend darauf im Revierderby gegen den FC Schalke - darf Slomka jedenfalls nicht hoffen. „Wir stehen vor einer Woche, die an Brisanz kaum zu überbieten ist“, sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp, „und wir haben in dieser Woche ein bisschen was vor.“ Das darf man getrost auch als Kampfansage an 96 verstehen.

Erst das Urteil, dann zweimal Einspruch – und am Ende hat Borussia Dortmund recht bekommen. Stürmer Robert Lewandowski kann heute gegen Hannover 96 spielen. Er hatte in der Partie gegen den Hamburger SV am 9. Februar die Rote Karte gesehen und war daraufhin für drei Spiele gesperrt worden. Der BVB legte Einspruch gegen das Urteil ein, der abgewiesen wurde. Die Dortmunder blieben hart, und am Freitag wurde die Sperre für den polnischen Torjäger um ein Spiel verringert. „In der Endphase des Zweikampfes wurde die Intensität von Robert Lewandowski erkennbar abgemildert. Darüber hinaus lag keine Verletzung des Gegenspielers vor“, begründete der Vorsitzende Richter Goetz Eilers die Entscheidung.

96-Sportdirektor Jörg Schmadtke vernahm es mit einem Kopfschütteln: „Ungewöhnlich. Es gibt nur zwei, drei Klubs in Deutschland, denen das gelingt“, sagte er.

Zieler - Pocognoli, Schulz, Djourou, Chahed - da Silva Pinto, Hoffmann - Rausch, Ya Konan - Schlaudraff, Abdellaoue

Außer Mame Diouf fehlen Leon Andreasen, Steven Cherundolo, Mario Eggimann, França, Felipe, Lars Stindl, Szabolcs Huszti und Samuel Radlinger. Im erweiterten Kader stehen voraussichtlich Markus Miller, Hiroki Sakai, Christian Pander, Karim Haggui, Adrian Nikci und Artur Sobiech.

Borussia Dortmund steht vor einer schweren Woche mit den Spielen gegen 96, Schachtjor Donezk und den Nachbarn FC Schalke. Zuletzt lief es nicht richtig rund beim BVB, dennoch hat Jürgen Klopp eine starke Mannschaft beisammen. Dem Coach stehen mit Marco Reus oder Mario Götze brillante Offensivakteure zur Verfügung – und jetzt kehrt auch noch Robert Lewandowski nach verkürzter Sperre zurück. Im Mittelfeld wird Ilkay Gündogan immer dominanter. Torwart Roman Weidenfeller hält diese Saison überragend und macht kaum Fehler. Gut für 96: Innenverteidiger Mats Hummels (Grippe) wird für den Champions-League-Einsatz am Dienstag geschont.

Tobias Welz, 35 Jahre alt, aus Wiesbaden.

Am heutigen Sonnabend um 15.30 Uhr im Signal Iduna Park.

Bilder von der Partie gibt es in der ARD-„Sportschau“ von 18.30 Uhr an und im ZDF im „Aktuellen Sportstudio“ (23 Uhr). Am Sonntag beschäftigt sich Sport1 in „Bundesliga pur“ von 9.30 Uhr an und der NDR im von 22.45 Uhr an im „Sportclub“ mit dem Auftritt der „Roten“ beim deutschen Meister.

Die Bilanz macht den „Roten“ eher keinen Mut: In Dortmund gab es elf Niederlagen, sieben Remis und nur drei Siege für 96. Tore sind jedoch garantiert: In den bisherigen 43 Bundesligaduellen zwischen beiden Teams fielen immer mindestens zwei Treffer.



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