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Erneute Heimpleite

Hannover 96 verliert gegen den HSV mit 0:3

Das war's dann: Für Hannover 96 hat sich nach der 0:3-Niederlage gegen den Hamburger SV das Thema 1. Liga erledigt. Schon in den Schlussminuten herrschte in der HDI-Arena Abschiedsstimmung, findet HAZ-Redakteur Heiko Rehberg.

veröffentlicht am 02.04.2016 um 14:17 Uhr
aktualisiert am 03.04.2016 um 06:21 Uhr

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Bis zum Hamburger Führungstreffer durch Cleber (61. Minute) sahen 49.000 Zuschauer ein schlechtes Spiel zwischen zwei Teams, bei denen die Unsicherheit in jeder Sekunde zu spüren war. Es war das Duell zweier Abstiegskandidaten. „Hannover war in der ersten Halbzeit ebenbürtig und vielleicht sogar ein Stück stärker“, sagte HSV-Trainer Bruno Labbadia. Der HSV hatte die größte Chance durch Ivo Ilicevic, der in der 17. Minute am leeren Tor vorbeischoss. 96 brachte viele Flanken und meist harmlose Schüsse vor das Tor. Doch mit dem 0:1 war es selbst mit guten Ansätzen vorbei, viel zu leicht konnten Ilicevic (73.) und Nicolai Müller (75.) auf 3:0 erhöhen.

Das erste Hamburger Tor von Cleber war ein Kopfball, was doppelt ärgerlich ist, weil der Verteidiger bis dahin der schlechteste Gästeprofi war und 96 genug große, kopfballstarke Spieler besitzt, die Treffer wie diese verhindern müssten. Bei den Toren zwei und drei konnten sich Ilicevic und Müller die Ecke aussuchen – 96-Torwart Ron-Robert Zieler ärgerte sich zu Recht darüber, wie ihn seine Vorderleute dabei im Stich ließen.

Selten waren sich alle so einig wie darin: Das erste Hamburger Tor änderte alles. „Danach ging bei uns nichts mehr“, sagte 96-Trainer Thomas Schaaf. „Da ist alles eingebrochen, was vorher gut war.“

Hugo Almeida – und zwar, weil er für das steht, was 96 in der zweiten Halbzeit erfasste: die Lethargie und die Erfolglosigkeit. Almeida sollte die Tore für den Klassenerhalt schießen, doch auch gegen Hamburg brachte er bis auf ein paar Schüsschen nichts zustande. Und Kämpfen sieht auch irgendwie anders aus.

96 hatte mehr Torschüsse (16) als die Hamburger (9) und mehr Ballbesitz (54 Prozent), bei der Zweikampfquote ging das Duell unentschieden aus (50:50). Auffällig: 96 brachte 21 Flanken vor das Tor (der HSV nur 8) – doch viele davon waren zu hoch, zu flach, zu ungenau. Die meisten Ballaktionen hatte bei 96 Hiroshi Kiyotake (82), die besten Zweikampfwerte Christian Schulz (81 Prozent).

„Bis zum Gegentor haben wir das ordentlich gemacht. Was man angefangen hat, muss man aber auch durchhalten, das ist uns wieder nicht gelungen. Ich kann die Enttäuschung der Fans absolut verstehen, wir sind dafür verantwortlich, dass sie zu einer anderen Reaktion kommen.“

„96 war stärker als im Hinspiel, das wir verloren haben. Wir haben uns nach der Pause alle gesteigert.“



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