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Aufstellung gegen Leverkusen

Hannover 96 stellt um

Auch für 96-Boss Martin Kind steht fest, dass es „so nicht weitergehen kann“. Was also tun? Personelle und taktische Änderungen sind wahrscheinlich: „Sechser“ Salif Sané fehlt ohnehin gelbgesperrt, da könnte Korkut auf zwei defensive Mittelfeldspieler umstellen. Aus Mangel an Alternativen wird Joselu gegen Leverkusen stürmen.

veröffentlicht am 13.04.2015 um 18:24 Uhr
aktualisiert am 16.04.2015 um 00:17 Uhr

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Die sportliche Lage spricht für sich. Ebenso wie die lange Sieglosserie von Hannover 96. „Wer zwölf Spiele nicht gewinnt, hat keine Argumente mehr“, sagt dann auch Clubchef Martin Kind. Nicht nur für den 70-Jährigen steht fest, dass es „so nicht weitergehen kann“. Denn so kann man den Abstiegskampf nicht erfolgreich bestehen; und der Fall in die 2. Liga hätte auch wirtschaftlich verheerende Folgen für die „Roten“. Kind sprach bereits davon, dass „uns dieses Desaster rund 30 Millionen Euro kosten würde“. Diese Zahl scheint noch nicht einmal sehr hoch gegriffen zu sein.

Was also tun? Einen Trainerwechsel hat Kind bereits kategorisch ausgeschlossen. Und es würde auch keinen Sinn machen, sich so kurz vor dem Saisonende, also sechs Spieltage vor Schluss, von Tayfun Korkut zu trennen. Entweder man hat Vertrauen oder eben nicht. Der Clubchef hat sich klar positioniert, gesteht aber, mit dem 41-jährigen Fußballlehrer in einem offenen Dialog zu stehen. Und bei diesen Gesprächen ist es auch um die Mannschaftsaufstellung gegangen, die auch Kind zuletzt nicht wirklich gefallen hat. Als Ergebnis der Unterhaltung kündigte der Clubchef, wenn auch vorsichtig, einige personelle Änderungen für das Spiel am Sonnabend bei Bayer Leverkusen an.

Auch die eine oder andere taktische Umstellung erscheint für das Leverkusen-Spiel oder auch den Rest der Saison möglich. Vielleicht rührt Korkut sogar an einem bisherigen Tabu. Kapitän Lars Stindl war seit etwa einem Jahr als „Zehner“ für den Trainer gesetzt. „Das ist Lars’ Position“, sagte Korkut mehrfach, „ohne Wenn und Aber.“ Das stimmt auch, aber nicht in dieser Absolutheit. Stindl hat vorher auf der rechten Seite im Mittelfeld viele mitreißende Spiele, auch international, geboten. Es wäre mal einen Versuch wert, zumal auf der rechten Seite bei 96 wenig bis gar nichts lief. Auch weil Jimmy Briand trotz bisheriger Stammplatzgarantie zu vieles schuldig blieb.

Im defensiven Mittelfeld wird Korkut seine Marschroute ohnehin ändern. Salif Sané, zuletzt als alleiniger „Sechser“ gesetzt, fehlt gelbgesperrt. Von seinen sonstigen Mittelfeldspielern traut er lediglich Ceyhun Gülselam diese Aufgabe zu. Diese Aussage traf der Trainer allerdings bereits vor Monaten; inzwischen dürfte er das überdacht haben. Also ist in Leverkusen mit zwei „Sechsern“ zu rechnen.

Eine weitere taktische Möglichkeit wäre, es mit einem zweiten Stürmer zu versuchen, Joselu oder aber Didier Ya Konan nicht als Alleinunterhalter aufs Feld zu schicken. Allerdings ist der eine (Joselu) auf der Suche nach seiner Form, und der andere muss noch deutlich an seiner Fitness arbeiten. Ob das Spiel in Leverkusen für solch eine Umstellung geeignet ist, mag dahingestellt sein.



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