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Achtelfinale im DFB-Pokal

Hannover 96 setzt auf Revival-Sieg gegen Borussia Dortmund

Im September 1991 gewann Hannover 96 ein Pokalspiel in Dortmund – am Ende holten die „Roten den Pott. Beim Achtelfinale des DFB-Pokalspiels am Mittwoch soll sich der Sieg gegen Dortmund wiederholen.

veröffentlicht am 17.12.2012 um 20:49 Uhr
aktualisiert am 20.12.2012 um 00:15 Uhr

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Anfang des Jahres haben sich die Helden von damals noch einmal in Hannover getroffen. Natürlich war Berlin das große Thema, das Pokalfinale vor 20 Jahren, das 96 gegen Borussia Mönchengladbach sensationell gewonnen hatte; als Zweitligist gegen einen Erstligisten.

Auch Jörg-Uwe Klütz war da. Jüngeren 96-Fans wird der Name nicht mehr viel sagen, der Verteidiger war schon vor 20 Jahren einer, den man kaum bemerkte auf dem Rasen. Aber ohne Klütz kein Berlin. Und kein Nostalgietreffen ohne die Geschichte vom Klütz-Treffer, der alles erst möglich gemacht hat. Damals am 3. September 1991 beim Pokalabend in Dortmund.

Der BVB-Trainer hieß Ottmar Hitzfeld, für Schwarz-Gelb stürmten der Schweizer Stephane Chapuisat und der Däne Flemming Povlsen. Es war eine starke BVB-Mannschaft, eigentlich zu stark für einen Zweitligisten, erst recht für Hannover 96, damals nicht unbedingt der Inbegriff für Spielfreude.

In Dortmund nahm man die Gäste entsprechend ernst, also: nicht ernst. Normalerweise kommen 50.000 Zuschauer ins Westfalenstadion, nur um zuzuschauen, wie Borussias Platzwart die Tornetze befestigt. Am 3. September kamen 15.000, 1500 davon waren mitgereist aus Hannover. Nach einer halben Stunden dürften die 96-Fans ihren Entschluss bereut haben.

Der BVB führte durch Tore von Bodo Schmidt und Chapuisat mit 2:0; nur Jörg Sievers im hannoverschen Tor war es zu verdanken, dass es keine fünf oder sechs Dortmunder Treffer waren.

Nach der Pause plätscherte die Partie vor sich hin – bis zur 73. Minute. Da gelang dem 96er Patrick Grün nach einer Ecke das 1:2, neun Minuten später machte André Breitenreiter das 2:2. Der heutige Trainer des TSV Havelse war damals 17 Jahre alt, die HAZ bestätigte ihm im aktuellen Bericht „Kaltschnäuzigkeit“. Alles lief auf eine Verlängerung hinaus, bis der große Moment von Klütz kam. Aber lassen wir ihn erzählen, wie die Geschichte in der 89. Minute weiterging: „Der Pass kam von Matthias Kuhlmey, eine Drehung, und ich sehe, dass mir keiner den Weg zum Tor versperrt. Dann habe ich aus 25 Metern einfach draufgehalten, der Ball ist mir dabei über den Spann gerutscht.“ Der Ball landete im Tor, 3:2 für 96, Schlusspfiff. Jubel.

Am Mittwoch bestreitet 96 mal wieder ein Pokalspiel in Dortmund (20.30 Uhr, live in der ARD). Die „Roten“ sind längst ein respektabler Erstligist und Europacupteilnehmer, Außenseiter sind sie trotzdem. Aber hat nicht auch einer wie Konstantin Rausch einen tollen Schuss, bei dem er den Ball nur mal über den Spann abrutschen lassen müsste?

Mit dieser Mannschaft gewann 96 am 3. September 1991 das Pokalspiel in Dortmund: Sievers – Wojcicki – Heemsoth, Klütz, Sundermann – Schönbergh, Koch (70. Kuhlmey), Groth, Friedemann (53. Breitenreiter) – Grün, Steubing.



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