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Vor dem Spiel beim VfB Stuttgart

Hannover 96 rätselt über die Auswärtsschwäche

Rätselstunde vor dem Bundesligaspiel von Hannover 96 beim VfB Stuttgart: Woher kommen die Schwindelanfälle – und was läuft auswärts schief?

veröffentlicht am 09.11.2012 um 22:22 Uhr
aktualisiert am 12.11.2012 um 06:15 Uhr

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Als Mirko Slomka nach dem 3:2-Sieg von Hannover 96 in der Europa League gegen Helsingborgs IF kurz vor Mitternacht in die Kabine kam, flogen keine Sektkorken durch die Gegend, und tanzende Spieler gab es auch nicht zu sehen. Seine Mannschaft hatte bereits nach dem vierten von sechs Spieltagen die Qualifikation für die Zwischenrunde und damit das „Überwintern in Europa“ (Slomka) geschafft, aber „von der Stimmungslage sah es aus, als ob wir das Spiel verloren hätten“, sagte der 96-Trainer. Gewonnen, aber verloren?

Klingt kurios, aber Slomka beschrieb lediglich die Stimmung in einer Mannschaft, die nach einer 2:0-Führung gegen die Schweden einen dramatischen Schwäche- und Schwindelanfall bekommen, zwei Gegentore kassiert und vor einer Niederlage gestanden hatte, ehe ein Elfmetergeschenk in der letzten Minute - angenommen und ausgepackt von Szabolcs Huszti - doch noch zum Sieg führte.

Erst mit einem Tag Distanz setzte sich mehrheitlich das Gefühl durch, dass wir „wahnsinnig stolz sein können“, wie es Slomka sagte. Auch Lars Stindl sprach davon, dass „das Weiterkommen ein Riesending für den Verein und die ganze Stadt ist“. Er fügte aber an: „Wie es zustandegekommen ist, darüber müssen wir intern noch einmal reden. Das darf uns einfach nicht mehr passieren.“ Mit Blick auf das Bundesligaspiel am Sonntag beim VfB Stuttgart (17.30 Uhr) ist eine schnelle Aufarbeitung dringend erforderlich.

Gegen Mönchengladbach hatte die Mannschaft nach einem 2:0-Vorsprung vor heimischem Publikum noch mit 2:3 verloren. Auch in Helsingborg, beim 2:1-Sieg, hauchte sie durch Lässigkeiten und Nachlässigkeiten dem Gegner wieder Leben ein, genauso am Donnerstagabend. „Das ist schwer zu begreifen“, sagte am gestrigen Freitag Verteidiger Mario Eggimann.

„Wir müssen lernen, uns einfach als Kollektiv ein bisschen weiter zurückfallen zu lassen und nicht das Spiel über 70 Meter ganz groß zu machen. Die Sturmreihe bleibt ganz vorne stehen, unsere Viererkette lässt sich unnötig fallen - da machen wir gemeinsam alles falsch“, sagte Kapitän Steven Cherundolo. Gemeinsam alles falsch zu machen und am Ende doch das richtige Ergebnis zu erzielen ist zwar auch ein Kunststück, aber es ist nicht beliebig wiederholbar. Mit Sicherheit nicht beim VfB Stuttgart, der in der Europa League mit einem Sieg (2:0) in Kopenhagen Selbstvertrauen geschöpft hat und in der Liga ohnehin im Kommen ist.

Saisonübergreifend haben die „Roten“ neun von zehn Begegnungen auf fremden Plätzen verloren - noch so ein 96-Rätsel in diesen Wochen. „Wir müssen die Spirale durchbrechen“, sagte Eggimann: „Wenn wir es schaffen, uns auswärts zu verbessern, können wir in der Bundesliga wieder ganz vorne mitspielen. Und das wollen wir unbedingt.“

Trainer Slomka sagte mit Blick auf das Stuttgart-Spiel, dass er „ein sehr gutes Gefühl hat, dass wir auswärts etwas bewegen können“.

Es wäre mal wieder an der Zeit ...



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