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DFB-Pokal

Hannover 96 muss nach Hamburg

Neue Saison, neues Glück: Am Sonnabend sind die Partien für die erste Runde des DFB-Pokals ausgelost worden. Hannover 96 muss zum Regionalligisten SC Victoria Hamburg.

veröffentlicht am 15.06.2013 um 18:24 Uhr
aktualisiert am 16.06.2013 um 23:35 Uhr

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Viel passieren kann einem Bundesligisten bei der Auslosung der 1. Runde im DFB-Pokal eigentlich nicht. Duelle mit einem anderem Team aus dem Oberhaus sind ausgeschlossen, im schlimmsten Fall zieht man einen ambitionierten Zweitligisten mit langer Anfahrt. Insofern hat Hannover 96 absolut keinen Grund, sich über Nia Künzer zu beschweren. Die ehemalige Nationalspielerin bescherte den „Roten“ bei der Auslosung des Pokalauftakts einen Viertligisten praktisch vor der Haustür. Eine Woche vor dem Bundesligastart am 10. August spielt 96 bei SC Victoria Hamburg um den Einzug in die 2. Runde, der genaue Tag ist noch nicht terminiert.

In den vergangenen beiden Jahren erledigten die „Roten“ ihre Aufgaben in den ersten nationalen Pflichtspielen der Saison bei den Oberligisten Anker Wismar und FC Nöttingen souverän. Und auch für die Partie mit dem Hamburger Regionalligisten gilt: Das sollte doch zu schaffen sein. Das meint auch 96-Trainer Mirko Slomka. „Zunächst einmal freut es mich für unsere Fans, die uns ohne großen Reiseaufwand nach Hamburg begleiten können. Aus sportlicher Sicht kann nur gelten: Wir müssen und werden die Aufgabe lösen und weiterkommen.“ Auch Sportdirektor Dirk Dufner freute sich besonders über die kurze Anreise zum Erstrundengegner. „Das ist schön für unsere Fans, das kommt uns entgegen.“

Auch bei Victoria Hamburg hat das Los, das den Amateuren den Bundesliganeunten der vergangenen Saison bescherte, für viel Freude gesorgt, denn erneut bekommt es der Klub aus dem Hamburger Stadtteil Hoheluft, der zu den ältesten Fußballvereinen in Deutschland gehört und bei dem Stefan Effenberg in der Jugend spielte, mit einem Erstligisten zu tun. Nach Bayer Leverkusen (1990), dem 1. FC Nürnberg (2007), VfL Wolfsburg (2010) und dem SC Freiburg (2012) sind nun die „Roten“ Pokalgast in der Hansestadt.

„Ein Nordderby, ein toller Gegner und bestimmt ein ausverkauftes Haus“, freute sich Victoria-Trainer Lutz Göttling. „Hannover 96 ist natürlich der große Favorit, aber wir werden uns optimal auf dieses Spiel vorbereiten, um die Sensation zu schaffen“, meinte Sportchef Ronald Lotz, der dabei an das Spiel vor einem Jahr gegen den SC Freiburg gedacht haben wird, das der Regionalligist nur knapp mit 1:2 verlor. In der vergangenen Saison belegte der Regionalligist lediglich den 15. Platz und traf auch zweimal auf die 96-Reserve (0:3 in Hannover, 2:1 in Hamburg). Gespielt wird im Hoheluft-Stadion, in dem 8000 Zuschauer Platz finden.

Cup-Verteidiger FC Bayern München spielt in der ersten Runde des DFB-Pokals 2013/14 beim niedersächsischen Regionalligisten BSV Rheden. Vorjahres-Finalist Borussia Dortmund muss zum Auftakt beim viertklassigen SV Wilhelmshaven antreten. Dies ergab die am Samstag von Ex-Weltmeisterin Nia Künzer im Rahmen der ARD-Sportschau vorgenommene Auslosung. Die sechstklassige Neckarsulmer Sport-Union trifft in der ersten Runde, die vom 2. bis 5. August ausgespielt wird, auf den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern.

Bei der Auslosung gab es eine kleine Panne Drittliga-Aufsteiger Rasenballsport Leipzig wurde von Künzer gegen den Fünftligisten Sportfreunde Baumberg gelost, Duelle zwischen Nicht-Bundesligisten sind aber zum Auftakt ausgeschlossen. Das Los von Leipzig befand sich offenbar fälschlicherweise im Profitopf.

Nach Einschreiten des Notars ordnete DFB-Präsident und Ziehungsleiter Wolfgang Niersbach an, die Kugel mit dem Leipziger Emblem zurückzulegen und einen neuen Gegner für Baumberg zu ziehen. Der Club aus der Oberliga Niederrhein trifft nun auf den Zweitligisten FC Ingolstadt 04.



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