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Niederlage gegen Hamburg

Hannover 96 lässt die besten Chancen aus

Ausgerechnet Hannover 96, das bislang effektivste Team der Liga, lässt beim 0:1 in Hamburg auch die besten Chancen aus.

veröffentlicht am 30.09.2012 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 03.10.2012 um 06:16 Uhr

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Das Wort ärgerlich gab es in vielen Variationen zu hören, es war das Wort zum Sonnabend. Benutzt wurde es immer wieder von den Spielern von Hannover 96. Frustriert und manchmal auch ein wenig fassungslos versuchten die 96-Profis nach dem bitteren 0:1 beim Hamburger SV zu erklären, was schiefgelaufen war, woran es gelegen hat, dass die „Roten“ auswärts wieder einmal als Verlierer den Platz verließen. Kapitän Steven Cherundolo sprach von einer „ärgerlichen Niederlage“, Lars Stindl empfand das Ergebnis als „total ärgerlich“, und auch bei Torwart Ron-Robert Zieler war der „Ärger groß“.

Die Gründe für die Niederlage und damit auch für den Missmut im 96-Team sind leicht auszumachen. Für den meisten Verdruss sorgte das Auslassen der vielen erstklassigen Chancen. Zwischen der 61. und 81. Minute hatte das Team von Trainer Mirko Slomka innerhalb von 20 Minuten fünf große Gelegenheiten, den Rückstand wettzumachen und das Spiel zu drehen. Doch ausgerechnet die Mannschaft, die bis zum Sonnabend die effektivste der Liga war, die ihre wenigen Chancen bislang fast immer eiskalt genutzt hatte und die Zauberformel zu kennen schien, wie man aus wenig ganz viel macht, ausgerechnet die coolen Kicker aus Hannover bekamen vor dem HSV-Tor kalte Füße.

In den vergangenen Wochen seien die „Roten“ dafür bekannt gewesen, aus wenigen Chancen viele Tore zu machen, sagte Stindl: „Das war dieses Mal nicht der Fall.“ Auch der Mittelfeldspieler hatte das 1:1 auf dem Fuß, doch seinen Aufsetzer köpfte Michael Mancienne für den bereits geschlagenen HSV-Torhüter René Adler von der Linie. Und auch von Didier Ya Konan und Mohammed Abdellaoue ließ sich Adler nicht bezwingen, beide 96-Stürmer schafften es nicht, aus ihren großen Chancen Kapital zu schlagen. „Wir haben lange Zeit auf dem Platz dominiert, aber heute vor dem Tor eine Menge liegen gelassen“, sagte Slomka.

Diese Dominanz nicht genutzt zu haben, obwohl das „für unsere Verhältnisse ein gutes Auswärtsspiel war“, wie Stindl sagte, war ein weiterer Grund für die schlechte Laune im 96-Lager. Im Gegensatz zur schlappen Vorstellung eine Woche zuvor in Hoffenheim gingen die „Roten“ beim HSV wesentlich engagierter zur Sache, „das war ein ganz anderer Auftritt“, sagte Sportdirektor Jörg Schmadtke, „wir waren die bessere Mannschaft“.

Doch weil es halt „Tage gibt, an denen der Ball einfach nicht reingeht“ (Cherundolo) und Fehler wie der von 96-Torwart Zieler brutal bestraft werden, hilft gegen den aktuellen Ärger wohl nur der Blick nach vorne. „Wenn wir so weiterspielen, werden wir noch viele Spiele gewinnen“, sagte Abdellaoue. Und ärgern sollen sich in Zukunft wieder die Gegner.



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