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96-Niederlage in München

Große Löcher in der Fünferkette

In München kann man verlieren, aber die Ansprüche von Hannover 96 an das eigene Spiel dürften andere gewesen sein. Für Taktik-Tüftler Tayfun Korkut war es deshalb eine ganz bittere Niederlage: Die von ihm ersonnene Fünferkette hatte beim 0:4 keine Chance gegen das dominante Bayern-Spiel.

veröffentlicht am 05.10.2014 um 13:06 Uhr

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Korkut zahlte bitteres Lehrgeld. Mit einer Fünferkette und zwei Stürmern wollte der Trainer von Hannover 96 im Auswärtsspiel den Rekordmeister Bayern München ärgern. Der Plan war bereits nach 13 Minuten grandios gescheitert. Wer bei den Bayern zu viele individuelle Fehler macht, hat natürlich keine Chance. Leider sind wir nicht an unsere Leistungsgrenze gegangen, kommentierte 96-Sportdirektor Dirk Dufner die klare 0:4 (0:3)-Schlappe des harmlosen 96-Teams beim deutschen Rekordmeister.

Korkut verteidigte seine Taktik mit einer Fünferkette, in der erstmals nach langer Verletzungspause Innenverteidiger Felipe stand. Das Startelf-Debüt nach 16 Monaten misslang. Felipe und sein brasilianischer Landsmann Marcelo patzten frühzeitig. Wir hatten eine Idee, die durch die Gegentore sehr schnell über den Haufen geworfen wurde, klagte der 96-Coach. Er gab aber auch zu: Es wird mit Sicherheit Mannschaften geben, die den FC Bayern mehr fordern als wir.

Korkuts Mannschaft ist auswärts weiterhin sieg- und torlos, die positive Stimmung der ersten Saisonwochen in Hannover droht zu kippen. Wir haben zehn Punkte, darum würden uns andere Teams beneiden, sagte Dufner. Der Manager hat aber einen negativen Trend im spielerischen Bereich erkannt. In den letzten Spielen haben wir nicht die Akzente setzen können, die wir gerne hätten. Wir müssen die kommenden zwei Wochen nutzen und die ganze Geschichte auf Null stellen, sagte Dufner mit Blick auf die Länderspielpause und das nächste Heimspiel gegen Mönchengladbach.

Das 0:4 ist total ärgerlich, schimpfte Torwart Ron-Robert Zieler. Der Weltmeister war trotz der vier Gegentore von Arjen Robben (13./79. Minute) und Robert Lewandowski(6./38.) bester 96-Profi und verhinderte eine noch höhere Niederlage. Stürmer Artur Sobiech vergab die einzige ernsthafte Torchance der Niedersachsen, die weiterhin auf das erste Auswärtstor warten müssen. Es hätte uns gut getan, wenn wir diese Barriere durchbrochen hätten, sagte Zieler.

Die 96-Spieler verteidigten die Defensiv-Strategie ihres Trainers. Es war eine gute Idee, mit einer Fünfer-Abwehrkette zu spielen. Wir haben aber gegen eine bessere Mannschaft - das beste Team der Welt - gespielt, sagte Verteidiger Miiko Albornoz. Eine andere Sichtweise hatte FCB-Torschütze Arjen Robben. Hannover hat sich hauptsächlich hinten rein gestellt und man hat gesehen, dass das nicht gut ist, stellte der niederländische Wirbelwind fest.



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