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Spiel gegen Hertha

Gemeinsam gegen die Alarmstufe Rot

Drei Punkte für Hannover 96 sollen am Freitagabend gegen Hertha BSC her – und die Anhänger der „Roten“ sollen dabei helfen. Als „zwölfter Mann“ sollen sie für den entscheidenden Schub in dem Abstiegsduell sorgen.

veröffentlicht am 09.04.2015 um 21:15 Uhr
aktualisiert am 12.04.2015 um 00:15 Uhr

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Rückendeckung ist wichtig, wenn man sich selbst nicht so recht zu helfen weiß. Was elf Spieler zuletzt elfmal in Folge nicht geschafft haben, soll Freitagabend gegen Hertha BSC Berlin mit der Unterstützung von mehr als 40.000 Zuschauern im Stadion gelingen. Die Fußballer von sehnen den ersten Sieg in der Bundesliga-Rückrunde herbei, und die Anhänger der „Roten“ sind in einer für den Club kritischen sportlichen Situation eingeladen, sich dafür einzubringen. haben die 96-Verantwortlichen das Motto benannt, das den erhofften Schulterschluss von Mannschaft und Zuschauern zum Ziel hat. Der „zwölfte Mann“ soll zum Zünglein an der Waage im Abstiegskampf werden - zu erkennen im weiten Rund auch an den traditionellen Vereinsfarben auf Schals, Fahnen und Kleidung.

Trainer Tayfun Korkut hat gestern noch einmal hervorgehoben, wie wichtig Unterstützung von den Rängen für seine Mannschaft sei. „Wir müssen das alle zusammen anpacken“, sagte er. Dabei bezog Korkut ausdrücklich „die Leute, die im Stadion sind“, mit ein. Wie seine Kollegen in Schwarz, Weiß und Grün gekleidet, wird Kapitän Lars Stindl das 96-Team aufs Feld führen, danach wollen die „Roten“ in roten Trikots mobil machen im Kampf um den Klassenerhalt. Denn für den Tabellen-15. herrscht sieben Runden vor Saisonende die Alarmstufe Rot.

Vor dem Spiel gegen die wiedererstarkten Berliner hat niemand im 96-Lager davon gesprochen, man könne zufrieden sein, nicht als Verlierer vom Platz zu gehen. „Alles andere als ein Sieg zählt für uns nicht“, sagte Korkut. Drei Punkte müssen her - so lautet die einhellige Botschaft, ob nun aus dem Mund von Torwart Ron-Robert Zieler oder Dirk Dufner. Der Sportdirektor setzte gestern sogar noch einen drauf, indem er sagte, er sei „felsenfest davon überzeugt, dass wir gegen Hertha einen ganz wichtigen Mosaikstein setzen werden für das Ziel Klassenerhalt“.

Intern muss es Korkut als der für die sportlichen Belange Verantwortliche mit Appellen nicht erst versuchen. „Die Mannschaft will, und sie glaubt an sich“, formuliert Dufner seine Eindrücke. Es sei höchste Zeit, sich gegen die Berliner Hertha für ansprechende Leistungen zu belohnen.

Wer aber soll es richten? Der 200. Heimsieg der „Roten“ in der Bundesliga ist ebenso überfällig wie nötig. Dass sich mit Joselu ein Stürmer gesund zurückgemeldet hat, sorgte bei 96 vor der wichtigen Partie gegen defensivstarke Hauptstädter für Aufatmen. Korkut schloss gestern eine Variante mit zwei Stürmern nicht aus. „Das ist mit Sicherheit eine Option“, sagte er. Es gebe aber auch andere Möglichkeiten, „und die sind auch nicht schlecht“.

Nicht auszuschließen ist, dass er Joselu zunächst den frischen Torschützen Didier Ya Konan vor die Nase setzt - um den Spanier dann reinzuwerfen. In Frankfurt, beim 2:2, hatte die Taktik gut funktioniert: Jan Schlaudraff und Miiko Albornoz sorgten als Einwechsler nach dem 0:2-Rückstand für frischen Wind. Die Mannschaft habe damit „einen Schub bekommen“, sagte Korkut.

Den braucht 96 auch im Abstiegskampf nötiger denn je. So schlecht wie derzeit standen die „Roten“ zuletzt vor fünf Jahren da. Die Rettung gelang da erst am letzten Spieltag - mit einem 3:0 in Bochum.

Ein Finale mit viel Dramatik. Das muss ja nicht schon wieder sein.



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