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Hoffnung auf Oliver Sorg

Führungsspieler in der Warteschleife

Beim Blick auf die Liste der Neuzugänge war ganz schnell klar: Wenn einer auf Anhieb einen Stammplatz bekommen wird, dann Oliver Sorg. Der 25-Jährige wird gesetzt sein, egal ob als Rechts- oder eben als Linksverteidiger, das war, nein: das ist die einhellige Meinung im Umfeld der „Roten“.

veröffentlicht am 06.08.2015 um 20:42 Uhr
aktualisiert am 09.08.2015 um 00:28 Uhr

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Trainer Michael Frontzeck lässt und ließ keine Gelegenheit aus, sich lobend über den Abwehrspieler zu äußern. Doch der 3-Millionen-Einkauf vom SC Freiburg wird sich gedulden müssen. Zumindest am Sonntag im Erstrundenspiel im DFB-Pokal bei Hessen Kassel (Anpfiff ist um 18.30 Uhr) dürfte er wohl nicht in der Anfangself stehen.

Das hat allerdings nichts damit zu tun, dass er die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllt hat. Schuld daran ist ein Muskelfaserriss, den er sich im Juli beim Training zugezogen hatte. Wochenlang musste Sorg abseits des Teams schwitzen, beim Trainingslager im österreichischen Saalfelden lief er eine Platzrunde nach der anderen – mit der Mannschaft konnte er lediglich eine einzige Einheit absolvieren. Es war die letzte unmittelbar vor dem Rückflug in die Heimat.

Dieser Muskelfaserriss hat ihn zurückgeworfen. Mehr als befürchet. Bei der Generalprobe am vergangenen Sonntag gegen den FC Sunderland (0:1) war er zwar eine Halbzeit lang dabei, aber es war deutlich zu sehen, dass ihm die Spielpraxis fehlte. Sorg gibt auch im täglichen Training weiter Gas, aber gegen Kassel dürfte er eben nur zweite Wahl sein.

Für die rechte Seite, für die er eigentlich geholt worden ist, wird er übermorgen ohnehin keine Alternative sein. Dort hat sich Hiroki Sakai, Stammspieler der vergangenen Saison, der Konkurrenz gestellt. Gegen Sunderland spielte er stark und brachte seinen Trainer schier ins Schwärmen. „Hiroki hat ein sensationelles Eins-gegen-eins gehabt“, lobte Michael Frontzeck, „er hat mir sehr gut gefallen.“ Für Noch-Sportdirektor Dirk Dufner war der Auftritt des Japaners keine Überraschung. „Hiroki war bisher immer stärker, wenn er Konkurrenz bekam“, sagte er.

Und links? Da scheint Miiko Albornoz zurzeit einen klitzekleinen Vorsprung zu haben. Der Chilene hat nach seinem verlängerten Urlaub wegen der Copa America zwar erst wenige Trainingseinheiten in den Knochen, Frontzeck wähnt ihn aber ein wenig weiter als Sorg nach seiner Verletzung.

Grämen muss sich der Ex-Freiburger deswegen nicht. An seinen Stärken und Qualitäten gibt es keine Zweifel. Bis zum Bundesligastart bei Aufsteiger Darmstadt 98 ist es noch einmal eine Woche hin. Eine Woche, um die letzten Defizite zu beseitigen.

Und wenn Sorg richtig fit ist, dann führt ohnehin kein Weg an ihm vorbei. Egal, ob auf rechts oder links, Albornoz oder Sakai werden dann nur eine Alternative für den 25-Jährigen sein, der sich anschickt, schon bald ein Führungsspieler bei den „Roten“ zu sein.



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