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Vor Hoffenheim-Spiel

Frontzeck schaltet in den Angriffsmodus

96-Trainer Michael Frontzeck wehrt sich vor dem Spiel bei 1899 Hoffenheim gegen Kritik an seiner Mannschaft. „Ich habe nicht das Gefühl, dass es hier irgend jemanden interessiert, wer ausfällt“, sagte er mit Blick auf die lange Liste der Verletzten.

veröffentlicht am 10.12.2015 um 20:50 Uhr
aktualisiert am 10.12.2015 um 21:23 Uhr

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Hannover. Die Situation ist für Michael Frontzeck nicht neu. Nach dem geglückten Klassenerhalt Ende Mai steht der Trainer von Hannover 96 in dieser Saison immer wieder unter Druck, weil seine Mannschaft zu oft zu schlecht spielt und bislang nur 14 Punkte auf dem Konto hat. Nach dem 1:3 beim FC Schalke 04 am vergangenen Spieltag rumort es wieder, befeuert wird die Trainer-Diskussion auch von Martin Kind. „Der Trainer hat im Moment das Vertrauen“, sagte der 96-Clubchef zu Beginn dieser Woche in der „Bild“. Das klingt nicht gut, bestenfalls wie eine halb gare Jobgarantie für die nächsten zwei Wochen, und lässt zudem viel Raum für Spekulationen.

Normalerweise lässt Frontzeck so etwas an sich abprallen, reagiert der 51-Jährige auf solche Sätze mit einer großen Portion Gelassenheit. „Ich mache mir keine Gedanken über Dinge, die ich nicht beeinflussen kann“, ist sein Standardhinweis in dieser Angelegenheit. Den hatte er auch Donnerstag im Repertoire, allerdings musste er zuvor noch etwas Dampf ablassen. Als er auf die personelle Situation der „Roten“ vor dem Spiel bei 1899 Hoffenheim angesprochen wurde, schaltete der 96-Coach in den Angriffsmodus. Man müsse noch abwarten, wie sich die Lage bei den kranken Spielern Felix Klaus und Leon Andreasen (Magen-Darm-Virus) entwickele, bei den verletzten Profis Uffe Bech und Oliver Sorg sei die Situation auch nicht wesentlich besser geworden, sagte Frontzeck. „Ich habe aber auch nicht das Gefühl, dass es hier irgend jemanden interessiert, wer ausfällt“, sagte Frontzeck. In der Bewertung der letzten Spiele habe das Verletzungspech keine Rolle gespielt, „deshalb weiß ich auch nicht, warum wir hier überhaupt noch über Personal sprechen“.

Der 51-Jährige wehrte sich damit gegen die Kritik, die seine Spieler nach der Niederlage „auf Schalke“ einstecken mussten. Über den Ausfall von Hiroshi Kiyotake rede schon niemand mehr, sagte Frontzeck und verwies darauf, dass ihm gegen Schalke mit Bech und Artur Sobiech, der nach einer Viertelstunde ausgewechselt werden musste, zwei weitere Profis fehlten, die zuletzt gut in Form waren.

Nach einer ungewöhnlich langen Pause beantwortete Frontzeck die nächsten Fragen dann gewohnt routiniert und gelassen. „Es wird ein Nervenspiel“, sagte Frontzeck zum Duell mit dem Schlusslicht der Liga. Starke Nerven wird in den nächsten Tagen nicht nur seine Mannschaft gebrauchen können.



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