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Kampf um den Klassenerhalt

Fertigmachen zum Jubeln

Jetzt noch einen Sieg gegen den VfB Stuttgart, dann ist das Abstiegsgespenst aus Hannover endgültig vertrieben. 96-Coach Korkut setzt in dem Freitagsspiel auf die Geschlossenheit, die das Team bei den letzten Erfolgen ausgezeichnet hat.

veröffentlicht am 24.04.2014 um 14:07 Uhr
aktualisiert am 27.04.2014 um 00:15 Uhr

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Es ist so eine Sache mit dem letzten Schritt. In der Regel, so heißt es, ist genau der der schwerste von allen. Und wenn man aufmerksam zugehört hat, was Tayfun Korkut, der Trainer von Hannover 96, in den Tagen vor dem morgigen Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (20.30 Uhr) in schöner Regelmäßigkeit wiederholte, dann konnte man bisweilen tatsächlich den Eindruck bekommen, seine Mannschaft wäre nicht eine Zehenspitze vom Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga entfernt, sondern einen kleinen Mittelstreckenlauf.

Auch gestern hob der 40-Jährige noch einmal warnend den Zeigefinger, damit auch ja niemand auf den Gedanken kommt, das Thema Abstieg sei für die „Roten“ schon vom Tisch. Das Schlüsselwort, das dabei immer wieder fällt, lautet „rechnerisch“. „Wir stehen kurz vor dem Klassenerhalt“, erklärte Korkut. „Wir wissen aber genau, dass wir rechnerisch noch nicht durch sind und wollen so schnell wie möglich alles perfekt machen.“ Zwar müsste – vorsichtig ausgedrückt – schon so ziemlich alles schief laufen, damit 96 angesichts von acht Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz 16 und noch neun bis zum Saisonende zu vergebenen Zählern tatsächlich noch einmal in Schwierigkeiten gerät. Doch was soll Korkut auch sagen?

Also tritt der Trainer verbal sicherheitshalber weiter kräftig auf die Euphoriebremse – auch wenn er bei seinen Spielern nach den beiden jüngsten Siegen durchaus ein gestiegenes Selbstvertrauen beobachtet hat. Etwas weiter lehnt sich da schon Dirk Dufner verbal aus dem Fenster – natürlich nicht, ohne ebenfalls das derzeit ungemein beliebte Wort zu verwenden. „Wir können es aus eigener Kraft schaffen, auch rechnerisch alles klar zu machen“, sagte der Sportdirektor – und schickte auch gleich noch eine Absichtserklärung in Richtung der Fans hinterher: „Wir wissen, dass wir keine tolle Saison gespielt haben. Aber wir wollen in den verbleibenden drei Spielen für einen versöhnlichen Abschluss sorgen.“

Der perfekte Auftakt für dieses Unterfangen wäre natürlich ein Sieg heute gegen die ebenfalls noch gefährdeten Stuttgarter. Doch das wird alles andere als einfach – da ist sich Korkut sicher, der vom Juli bis Dezember 2011 als Trainer der „U 19“-Junioren des VfB arbeitete. „Da kann uns schon ein ziemlich zähes Spiel erwarten“, sagte der 96-Coach, der sich am vergangenen Sonntag in Stuttgart beim 3:1-Sieg der Schwaben über Schalke 04 persönlich ein Bild vom heutigen Gegner machte. „Der VfB versucht alles, um die Null zu halten. Dabei strotzt das Team zwar nicht gerade vor Spielfreude, aber man spürt, dass es die Situation angenommen hat.“

Da das zumindest in den vergangenen beiden Spielen aber auch für die 96-Profis galt, wird man sich wohl auf ein sehr verbissenes und von zwei disziplinierten Defensivreihen bestimmtes Spiel gefasst machen müssen. Wer dabei am Ende das bessere Ende für sich haben soll, darüber ließ der gebürtige Stuttgarter Tayfun Korkut gestern keinen Zweifel. „Ich habe zwar meine Kindheit in Stuttgart verbracht, aber im Moment bin ich Hannoveraner – da ist 96 das Wichtigste für mich.“ Und daher will er heute gegen 22.15 Uhr auch mit den „Roten“ feiern. Den dritten Sieg in Serie und den Klassenerhalt. Denn der würde dann feststehen. Auch rechnerisch.



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