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Busanfahrt zum Derby

Extratour für weitere 96-Fans

Im Streit um die Auswärtsdauerkarten und die Kopplung des Stadionbesuchs in Braunschweig mit einer Anreise per Reisebus hat am Mittwoch ein weiterer Vater versucht, für sich und seinen Sohn per einstweiliger Verfügung andere Spielregeln durchzusetzen können.

veröffentlicht am 02.04.2014 um 20:41 Uhr
aktualisiert am 05.04.2014 um 00:16 Uhr

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Eigentlich können sich die Braunschweiger im Vorfeld des Derbys gegen 96 zurücklehnen, denn das – juristische – Vorspiel tragen einige hannoversche Akteure derzeit untereinander aus.Vor dem Amtsgericht argumentierte er damit, dass er mit 96 einen Vertrag über den Kauf und Verkauf von 17Auswärtsdauerkarten geschlossen habe – ohne irgendwelche Auflagen.

Richter Roger Heidenreich bestätigte in der Verhandlung, dass in dem Vertrag nichts über Art und Weise der Anreise gesagt werde. Rechtsanwalt Joachim Rudo, der den Fußballbundesligisten vertrat, warnte aber vor einem Pyrrhussieg der Fans. Sollten sie im Zivilverfahren in Hannover Erfolg haben und ihre Tickets schon vorzeitig ausgehändigt bekommen, würden sie möglicherweise nicht ins Stadion gelassen, weil die Braunschweiger auf der Kopplung mit der Busanreise beharren können. Das wiederum könnte ein Grund für 96-Anhänger sein, vor dem Eintracht-Stadion Randale zu machen. Eine Entscheidung zur Klage von Vater und Sohn kündigte Heidenreich für den Freitag an.

Ebenfalls morgen wird Amtsrichterin Annjet Winterberg im schriftlichen Verfahren über sechs weitere Anträge von 96-Fans entscheiden, die auf eigene Faust zum Derby nach Braunschweig fahren wollen. Offen ist auch noch ein Urteil in dem Fall, in dem 96 einem Vater und seinen beiden Kindern ersatzweise Tickets auf der Ehrentribüne im Braunschweiger Stadion bereitgestellt hat.

96-Fan Ralf A. hatte großes Glück. Bei der Verlosung für die Derby-Tickets war ihm und seiner 14-jährigen Tochter je eine Eintrittskarte zugesprochen worden. Das Problem: Er hatte eine Stehplatzkarte ergattert, die 14-Jährige eine Sitzplatzkarte in einem anderen Gästeblock. Außerdem sollte Vater Ralf mit dem Bus um 11.30 Uhr, seine Tochter aber erst zwei Stunden später nach Braunschweig reisen.

Also versuchte Ralf A., der Mitglied bei Hannover 96 ist, das Ticket für seine Tochter auf seine Frau umschreiben zu lassen. „Eine 14-Jährige kann ich nicht alleine zu so einem brisanten Spiel lassen“, sagt er. Zunächst lehnte der Verein allerdings eine Übertragung der Karte mit dem Hinweis auf die geltenden Sicherheitsbestimmungen für das Spiel ab. Dann besann sich der Klub zum Glück und tauschte die Karten um. Ralf A. darf jetzt gemeinsam mit seiner Tocher im Bus nach Braunschweig fahren und das Spiel im gleichen Gästeblock verfolgen. „In begründeten Einzelfällen wie diesem können wir einen Ausnahme machen“, sagt 96-Sprecher Alex Jacob. Derzeit werde die Geschäftsstelle mit einer Vielzahl von Anfragen zu den Tickets überhäuft. Man müsse jeden Fall genau prüfen. Ralf A. freut sich über das Entgegenkommen: „Meine Tochter war schon ganz traurig, dass sie nicht mit nach Braunschweig kann.“



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