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96 gewinnt Testspiel gegen Werder

Es passt bei den „Roten“

Wenn es doch auch in der Bundesliga im Dezember so einfach wäre! Da fährt Hannover 96 nach Bremen, haut den SV Werder einfach so mit 2:0 weg und läuft 90 Minuten lang nie und nimmer Gefahr, dieses Spiel zu verlieren. Schade nur, dass es am Mittwoch noch nicht um Punkte ging.

veröffentlicht am 06.08.2014 um 15:52 Uhr
aktualisiert am 09.08.2014 um 00:19 Uhr

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Und trotzdem blieb so einiges hängen an Erkenntnissen im Rückblick auf das bislang wichtigste Vorbereitungsspiel der „Roten“, mit dem die Mannschaft von Trainer Tayfun Korkut die Endphase der Saisonvorbereitung eingeläutet hat. Am Sonntag (15.30 Uhr) noch der finale Test gegen Lazio Rom im eigenen Stadion, dann geht es sechs Tage später los mit dem DFB-Pokal, der ersten zählbaren Pflichtübung. Und dann steht am 23. August schon der FC Schalke vor der Tür.

96 scheint gerüstet. Auch wenn Korkut den gestrigen Test, in dem Artur Sobiech (75. Minute) und Hiroshi Kiyotake (85.) trafen, nicht überbewerten wollte: Es passte manches gut zusammen, was die Mannschaft auf dem für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Platz 11 unweit des Weserstadions vor einer Geisterkulisse von rund 150 Augenzeugen, die große Zahl davon Medienvertreter, ablieferte. Sportdirektor Dirk Dufner sprach von einem „guten Test“, Korkut selbst machte im Vergleich zum drei Tage zuvor beendeten Trainingslager nicht nur Fortschritte in der Spritzigkeit aus. Die Mannschaft hatte in der Defensive fast alles im Griff, sieht man einmal von dem Latten-Kopfball von Nils Petersen (12.) ab, wirkte über weite Strecken spielfreudig und sehr engagiert. Das ließ sich sehen.

Nur eines stimmte nicht im 96-Spiel: die Chancenverwertung. Neuzugang Joselu übernahm am Mittwoch unfreiwillig die Rolle des tragischen Helden: Er rackerte bis zu seiner Auswechslung ohne Ende, brachte in vier verheißungsvollen Situationen (13., 28., 58., 60.) den Ball aber nicht im Tor unter. Leonardo Bittencourt machte es nicht besser, und der Mittelfeldspieler hatte sogar die klareren Möglichkeiten (50., 77.). „In der Chancenverwertung haben wir noch gewisse Möglichkeiten“, sagte Sportdirektor Dufner. „Joselu muss sich noch reinfinden. Er hat Luft nach oben.“

96 hat aber auch Artur Sobiech, der am Mittwoch erneut zeigte, wie es gehen kann. Drei Minuten zuvor war der Pole erst eingewechselt worden, und dann schoss er die Gäste nach einem Schnitzer von Werder-Innenverteidiger Luca Caldirola in Führung. „Es hat gut gepasst“, sagte Sobiech in seiner bescheidenen Art. Mit jedem Tor, das er erzielt, wächst der Druck auf den Fünf-Millionen-Euro-Einkauf Joselu. Doch das ist aus 96-Sicht kein Problem; Korkut ließ am Mittwoch auch die Möglichkeit offen, mit zwei Stürmern anzutreten und sprach in dieser Hinsicht davon, so flexibler zu sein.

Flexibel und einfallsreich waren auch einige Werder-Fans: Sie hatten auf der Westseite des kleinen Stadions hinter dem Zaun eine Hebebühne in Stellung gebracht und verfolgten das Spiel aus luftiger Höhe. Zunächst lautstark, dann schweigend, was aber nicht allein an der Bremer Leistung auf dem Platz lag: Ein Anwohner hatte die Polizei wegen der Lärmbelästigung alarmiert. Ansonsten bekamen die Beamten nichts zu tun.

Da passte es ins Bild, dass auch 96 leichtes Spiel hatte gegen eine Mannschaft, die am Sonntag noch den FC Chelsea mit 3:0 niederrang. Nur sollte man daraus nicht gleich auf einen Höhenflug schließen.



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