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Hannover 96 gewinnt 2:0 gegen Kassel

Erste Runde gewonnen – und mehr nicht

Puh, war das knapp. Der Favorit wackelte, aber er fiel am Ende doch nicht; und das mit einigem Glück: Hannover 96 mühte sich mit einem 2:0-Sieg beim Viertligisten KSV Hessen Kassel in die nächste Pokalrunde.

veröffentlicht am 09.08.2015 um 13:10 Uhr
aktualisiert am 12.08.2015 um 00:15 Uhr

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18.482 Zuschauer sahen in den 90 hart umkämpften Minuten in keiner Sekunde einen Klassenunterschied. Immerhin blieb den „Roten“ eine Blamage, wie sie der Hamburger SV oder dem FC Ingolstadt erlebt haben, erspart. Aber viel hätte nicht gefehlt. Zum Glück für 96 reichte es dennoch. Schon das frühe Tor von Salif Sané (12. Minute) hätte zum Sieg und Weiterkommen gereicht. Das 2:0 von Kenan Karaman in der Nachspielzeit war nur eine glückliche Zugabe.

Auch gegen den Regionalligisten offenbarten die „Roten“ schnell ihre Unzulänglichkeiten, die in den Testspielen bereits hinlänglich zu Tage getreten waren. Probleme im Spielaufbau, keine Ideen und nahezu völlig ungefährlich im Angriff. Wenn etwas ging, dann über Einzelaktionen oder in Anschluss nach sogenannten Standards. So fiel auch das frühe 1:0 durch Sané. Nach einem Eckstoß kam Klaus an den Ball, schlug eine maßgenaue Flanke – und der Senegalese war zur Stelle.

Klaus war es auch sonst, der wenigstens ein bisschen Schwung in die 96-Aktionen brachte. Bei seinen Antritten wackelte Kassels Abwehr ein paarmal. Entscheidend konnte aber auch er sich nicht durchsetzen. Ansonsten war Torgefahr nahezu Fehlanzeige. Bei allem schaffte es Kenan Karaman nicht auch nur ansatzweise, das Spiel zu lenken. Immerhin traf er noch in der Nachspielzeit.Allen Saint-Maximin, der in der 64. Minute überraschend Klaus abgelöst hatte, machte es deutlich besser. Er war zumindest Ausgangspunkt von einigen gefährlichen Szenen.

Die einzige Spitze, Mevlüt Erdinc, litt natürlich besonders darunter, aber der 28-Jährige hatte erneut überhaupt keine Bindung und blieb vieles schuldig. Eine ordentliche Chance (72.), das war alles.

Im Vorfeld der Partie hatte 96-Trainer Michael Frontzeck betont, dass er niemanden verboten hätte, den Ball ins Tor zu schießen. Schade, dass seine Spieler nicht beherzigt haben. Außer dem Tor von Sané und ein paar Klaus-Antritten blieb eigentlich nur nur ein beherzter Schuss von Manuel Schmiedebach in Erinnerung. Der 26-jährige defensive Mittelfeldspieler, der wahrlich nicht den Ruf hat, torgefährlich zu sein, wagte es aus 17 Metern und scheitertet am stark reagierenden KSV-Torwart Kevin Rauhut.

Umso wichtiger war, dass Sané so früh traf. Wie wichtig, dass zeigte sich in der Folgezeit. Kassel spielte nämlich sehr selbstbewusst und brachte die 96-Defensive mehrfach in Gefahr. Da konnten die „Roten“ froh sein, dass sie einen Nationalkeeper im Tor haben. Ron-Robert Zieler war in den entscheidenden Momenten der Rückhalt, den man in solch engen Pokalspielen braucht. Schon in der 12. Minute rettete er klasse gegen Kassels Torjäger Shqipon Bektasi und unmittelbar vor der Pause (42.) gegen Tobias Damm nicht minder spektakulär. Etwas leichter war es für ihn, den Kopfball von Henrik Giese (67.) zu entschärfen.Wer weiß, welche Richtung dieses Spiel genommen hätte, wenn einer dieser Bälle im Netz gelandet wären. Dann wäre nicht nur die Rückfahrt unbequemer gewesen, sondern auch die Woche vor dem Bundesligaauftakt bei Darmstadt 98 am nächsten Sonnabend ungemütlich geworden. Sehr ungemütlich sogar.



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