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3:2 gegen Leverkusen

Elfmeter-Doppelschlag: Huszti führt Hannover 96 zum Sieg

Zwei mal gefoult, zwei mal selbst geschossen, zwei mal verwandelt: Mit seinem Elfmeter-Doppelschlag bringt Szabolcs Huszti Hannover 96 drei Punkte im 3:2-Sieg gegen die Gäste aus Leverkusen.

veröffentlicht am 09.12.2012 um 19:23 Uhr
aktualisiert am 12.12.2012 um 00:15 Uhr

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Hannover. Wie war das mit der alten Fußballweisheit, dass der gefoulte Spieler keinen Elfmeter schießen sollte, weil das Unglück bringt? Entweder hat Szabolcs Huszti vom Fußball-Bundesligisten Hannover 96 davon noch nie etwas gehört. Oder er hält das für etwas, das dringend in die Weisheiten-Mottenkiste und widerlegt gehört.

Zweimal wurde Huszti gegen Bayer Leverkusen von sich extrem trottelig anstellenden Abwehrspielern gefoult, zweimal schritt er seelenruhig zum Elfmeterpunkt und verwandelte sicher: Mit zwei Toren hatte der Ungar damit erheblichen Anteil am 3:2-Sieg der Hannoveraner im letzten Heimspiel des Jahres.

Huszti zeigte die hohe Kunst der Nervenstärke vom Elfmeterpunkt, beide Male war sein Tor extrem wichtig. Als er das erste Mal in der 20. Minute antrat, lag 96 mit 0:1 zurück und tat sich nach dem Leverkusener Führungstreffer von Gonzalo Castro schon nach nicht einmal zwei Minuten schwer, in die Partie zukommen. Huszti schoss mit links nach rechts und sorgte für das 1:1.

Als sich der 96-Mittelfeldspieler den Ball zum zweiten Mal auf den Elfmeterpunkt legte, stand es mittlerweile 2:2, und die 45 800 Zuschauer ahnten zu diesem Zeitpunkt bereits, dass das auf dem ramponierten und durchweichten Platz bereits die letzte entscheidende Szene sein könnte: Diesmal entschied sich Huszti für die Variante etwas links von der Mitte, auch diesmal war es die richtige Wahl und das wichtige 3:2 für die „Roten“.

Verdient oder nicht war keine Frage, mit der man sich lange aufhalten musste: Natürlich hatte 96 diesen Sieg verdient. Es war keine gute, aber eine bis zum Schluss spannende Partie, in der die Hannoveraner vor allem in der 2. Halbzeit energischer waren. Und in der die Leverkusener wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis stellten, dass ihnen in den nächsten 50 Jahren kein großer Coup gelingen wird. Bayer ein Bayern-Verfolger? Darüber dürften sie sich in München köstlich amüsierten haben ...

Zweimal schafften es die Gäste, aus einem sicheren Ballbesitz einen Elfmeter für 96 zu produzieren. Und warum Bayer nach dem frühen 1:0 glaubte, nicht mehr viel machen zu müssen, blieb ebenfalls rätselhaft.

96 hatte viele Probleme, in den ersten 45 Minuten vor allem auf der linken, von Konstantin Rausch nicht besonders umsichtig kontrollierten Abwehrseite. Aber 96 war nach einigen mauen Bundesligaauftritten wieder lauf- und kampf- und willensstärker und konnte in den entscheidenden Szenen auch wieder auf das Tempo drücken.

Und 96 hatte neben Huszti einen in der 2. Halbzeit aufdrehenden Jan Schlaudraff und einen Mame Diouf, der die große Gabe besitzt, Torgefahr zu wittern, wenn die Gegenspieler sich noch sicher fühlen. Kombiniert mit einem herausragenden Kopfballspiel entstand auf diese Weise der dritte 96-Treffer an diesem Abend (zum 2:1), der mit einer Ehrenrunde vor den Fans endete, „die uns mit ihrer Unterstützung irre gutgetan haben“, wie Trainer Mirko Slomka sagte.



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