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WIedersehen gegen FC Bayern im Pokal

Eine zweite Chance für 96

In der Fußball-Bundesliga gab es am Sonnabend für Hannover 96 nichts zu holen. Doch für das Wiedersehen mit dem FC Bayern München im DFB-Pokal haben sich die Profis der Roten einiges vorgenommen

veröffentlicht am 15.09.2013 um 19:12 Uhr
aktualisiert am 18.09.2013 um 00:15 Uhr

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So richtig unzufrieden waren die Spieler von Hannover nach der 0:2-Niederlage beim FC Bayern München gar nicht. Zumindest eine Halbzeit lang hatten sie sich beim Meister ja auch gut verkauft und viel besser als bei anderen Gastspielen in München mitgehalten. Oftmals hieß es in den vergangenen Jahren nach dem Vergleich mit dem Rekordmeister lediglich: „Schnell abhaken und vergessen.“ Dafür gibt es dieses Mal keinen Grund. Auch deshalb nicht, weil die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka schon in gut einer Woche wieder eine Dienstreise zum FC Bayern machen muss. Am 25. September spielen die „Roten“ in der 2. Runde des DFB-Pokalwettbewerbs erneut in München.

Es gibt sicherlich angenehmere Aufgabe als ein Auswärtsspiel im Pokal beim FC Bayern. Doch in dieser Begegnung steckt für 96 auch die Gelegenheit, es besser zu machen als bei der Niederlage am Sonnabend. Wenn die „Roten“ die Auslosung positiv sehen, und was anderes bleibt ihnen ja auch gar nicht übrig, ist dieses Duell eine zweite Chance. „Vielleicht haben wir uns bis dahin schon weiterentwickelt“, sagte Martin Kind. Der 96-Klubchef, der vor dem Punktspiel bei den Bayern mehr Mut und Courage von den 96-Profis gefordert hatte, bescheinigte der Mannschaft ein „sehr engagiertes Auftreten“. Besonders in der 1. Halbzeit habe sie „ein Signal gesetzt“, sagte Kind.

Es sind diese 45 Minuten bis zur Pause, die auch Ron-Robert Zieler zuversichtlich machen, dass beim nächsten Vergleich mit dem Triple-Sieger mehr herausspringt als ein paar Komplimente und freundliches Schulterklopfen. „Wenn wir es im Pokalspiel schaffen, noch ein bisschen länger durchzuhalten, noch einen Tick besser und länger gut zu verteidigen, dann können wir auch mehr erreichen. Wir müssen wieder mutig und frech auftreten – und unsere Chancen nutzen“, sagte der Nationaltorwart.

Nun ist das mit dem Mut ja immer so eine Sache. Solange man sich die Bayern einigermaßen vom Hals halten kann und kein Gegentor zulässt, ist alles in Ordnung. Schwierig wird es erst, wenn der Meister in Führung geht. Dann muss man sich entscheiden: mehr wagen und versuchen, das Blatt noch zu wenden, oder doch besser alles daran setzen, die Niederlage im Rahmen zu halten? Am Sonnabend tauschte Slomka nach dem 0:2 Stürmer Didier Ya Konan gegen Mittelfeldspieler Manuel Schmiedebach aus. Mit Jan Schlaudraff, der erst in der 82. Minute eingewechselt wurde, und Deniz Kadah hatte der 46-Jährige auch offensivere Optionen. Gut möglich, dass Slomka im Pokal, bei dem es in einem Spiel um alles geht und das Torverhältnis keine Rolle spielt, bei einem Rückstand anders entscheiden würde.

Zumal dem 96-Coach dann wieder zwei Spieler zur Verfügung stehen, die der 96-Offensive am Sonnabend gutgetan hätten. Der zurzeit verletzte Stürmer Mame Diouf wird den „Roten“ im Pokalspiel mit seiner Schnelligkeit und Torgefahr weiterhelfen, und auch der beim 0:2 gesperrte Szabolcs Huszti dürfte für mehr Schwung im 96-Angriff sorgen. „Im Pokal wird es ein anderes Spiel“, verspricht Artur Sobiech. Und auch Edgar Prib ist zuversichtlich, dass dann für die „Roten“ noch ein bisschen mehr geht als am Sonnabend. „Wir müssen die Ruhe behalten und so wenig Respekt wie möglich zeigen. Das ist die Kunst“, sagte der Mittelfeldspieler.

Den Titelverteidiger im eigenen Stadion aus dem Wettbewerb werfen, das ist wahrlich eine große Aufgabe für den Außenseiter aus Hannover. Aber unmöglich, und das ist für die „Roten“ in Hinblick auf das Pokalspiel die vielleicht wichtigste Erkenntnis aus der Niederlage, ist es nicht, zum Bayern-Besieger zu werden.



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