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Fußball-Bundesliga

Eine Serie muss reißen

Der SC Freiburg hat zu Hause noch nicht gewonnen, Hannover 96 fehlt auswärts noch jedes Erfolgserlebnis. Beim direkten Aufeinandertreffen im Schwarzwald kann eine der beiden Mannschaften diese Misserfolgsmisere beenden.

veröffentlicht am 20.12.2013 um 08:18 Uhr
aktualisiert am 23.12.2013 um 00:15 Uhr

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Es kommt alles zusammen am Flüsschen namens Dreisam. Morgen um 15.30 Uhr geht es für Hannover 96 zum letzten Mal in diesem Jahr um Bundesligapunkte - und das beim SC Freiburg. Normalerweise ein Spiel, das nicht spektakulär anmutet; diesmal aber münden ein paar Besonderheiten in ein Meer von Fragezeichen, die im Breisgau für Brisanz sorgen. Der SC gegen 96: Das ist das Duell der beiden Teams mit nicht enden wollenden Negativserien: Die „Roten“ versenken in schöner Regelmäßigkeit die Punkte, wenn sie auf Reisen gehen, die Freiburger haben im eigenen Stadion in dieser Saison noch kein Ligaspiel gewonnen. Auswärtsdeppen gegen Heimdeppen: Diesen Ruf werden beide Mannschaften einfach nicht los.

Das Aufeinandertreffen des Tabellenzwölften aus Hannover (18 Punkte), der heute zum dritten Mal in Folge ein „Geheimtraining“ absolviert, mit dem Drittletzten (11) ist für die Beteiligten auch ein Stück Krisenbewältigung. Weiter im alten Strom zu treiben, das wird allmählich kreuzgefährlich. Hier wie da sind die Saisonziele auf ein Mindestmaß gestutzt worden, weil in der Liga zu viel den Bach runtergegangen ist. Während die abstiegsbedrohten Freiburger auch noch an ihrem Aus in der Europa League zu knabbern haben, ist es für 96 höchste Zeit, nach sieben Auswärtsniederlagen in sieben Spielen die nächste kalte Dusche zu vermeiden.

Mit einem „Dreier“ hätte es die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka in der Hand, das korrigierte Etappenziel von 20 Punkten zu toppen. Das Problem dabei könnte nicht allein die permanente Auswärtsschwäche sein, was sich auch im Torverhältnis von 5:18 spiegelt. 96 müsste auch in anderer Hinsicht über seinen langen, schon albtraumartigen Schatten springen. Seit die „Roten“ wieder in der 1. Liga spielen, haben sie am 17. Spieltag noch nie gewonnen. Sechs Niederlagen und fünf Unentschieden: So lautet die dürftige Bilanz seit 2002. Und nicht nur das: In der Regel hatte es 96 zum Abschluss der Hinrunde mit Kontrahenten zu tun, die nicht gerade zu den Topteams zählten. In den letzten fünf Jahren reichte es in vier Fällen nicht einmal gegen spätere Absteiger (Bielefeld, Bochum, Kaiserslautern und Düsseldorf) zu einem Sieg. Noch ein guter Grund, sich morgen in der Stadt an der Dreisam freizuschwimmen, statt ein weiteres Mal abzutauchen.

Ein Punkt wäre mit Blick auf das schwere Programm zum Rückrundenstart mit Spielen in Wolfsburg, gegen Borussia Mönchengladbach, „auf Schalke“, in Mainz und gegen die Bayern aus München zu wenig des Guten. Dass es mit einem Sieg, und das in einer sportlich kritischen Situation, klappen kann, hat Slomka zu Anfang seiner Trainertätigkeit gezeigt, als ihm nach sechs Niederlagen am Stück das Wasser bis zum Hals stand. Und das ausgerechnet in Freiburg. Am 6. März 2010, es war der 25. Spieltag, siegte 96 mit 2:1 und kletterte auf den Relegationsplatz - der so dringend benötigte Befreiungsschlag für die „Roten“ und ihren Trainer, der vor dem Rauswurf stand, war geschafft.

Ein Sieg wäre auch morgen Gold wert. Für Mannschaft und Trainer. Und in Freiburg dürften sie dann so richtig ins Grübeln kommen. Wie war das doch gleich mit den meisten Klubs, mit denen es 96 in den vergangenen fünf Jahren am 17. Spieltag zu tun hatte ...



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