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Hannover 96

Ein Fall für Jan Schlaudraff

Beim 0:0 Spiel der Roten am Wochenende hofften die Fans auf die Einwechslung von Jan Schlaudraff nach dem Seitenwechsel. Doch Schlaudraff durfte erst in der 78. Minute auf den Platz. An einer guten Szene war er beteiligt, mehr gelang ihm jedoch nicht.

veröffentlicht am 08.04.2013 um 19:03 Uhr
aktualisiert am 11.04.2013 um 00:15 Uhr

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Er sei ein positiv denkender Mensch, sagte Steven Cherundolo am Sonntagabend nach dem Spiel gegen den VfB Stuttgart. Deshalb, so der 96-Kapitän weiter, versuche er auch dem 0:0 gegen die Schwaben etwas Positives abzugewinnen. Nach diesem bis zur Schmerzgrenze langweiligen Spiel eine fast unlösbare Aufgabe – nicht für Cherundolo. „Die defensive Arbeit ist uns gelungen, wir haben wieder zu null gespielt. Das ist ganz wichtig für uns“, sagte Cherundolo.

Für die Leistung der Defensive gegen allerdings auch sehr harmlose Schwaben gab es nach dem Abpfiff auch keine Pfiffe. Wohl aber für das, was die „Roten“ den 46.000 maßlos enttäuschten Zuschauern in der Offensive anboten: nichts. 96 versuchte es immer wieder mit langen Bällen, ganz nach dem Motto: „... und vorne hilft der liebe (Fußball-)Gott“. Doch der hatte am Sonntag anscheinend anderes zu tun oder war vielleicht einfach der Meinung, dass er am Sonnabend vor Ostern den „Roten“ in Augsburg schon genügend unter die Arme gegriffen hatte. Dieses Mal sollten die Kicker aus Hannover alleine klarkommen.

Kamen sie aber nicht. Die Mannschaft brauchte im Angriff dringend Hilfe. Das war nicht zu übersehen und in der Halbzeit auch das beherrschende Thema bei den Fans auf der Tribüne. Dass dabei immer wieder der Name von Jan Schlaudraff fiel, war kein Zufall. Wenn das 96-Spiel nicht läuft, wenn einer gesucht wird, der eine gute Idee auf Lager hat und auch mal einen überraschenden Pass spielen kann, dann ist das ein Fall für Schlaudraff. Kein anderer Spieler bei den „Roten“ verfügt über diese Fähigkeiten in dem Maß wie der ehemalige Nationalspieler.

Da sich Schlaudraff wie meistens in den Spielen seit Ende Februar die 1. Halbzeit als Ersatzspieler aus der Warmmachzone hinter dem Tor anschauen musste, hofften die Fans auf seine Einwechslung nach dem Seitenwechsel. 96-Trainer Mirko Slomka brachte jedoch in der 62. Minute zunächst Stürmer Mohammed Abdellaoue für Hiroki Sakai. Schlaudraff durfte erst in der 78. Minute auf den Platz. An einer guten Szene, die Didier Ya Konan mit einem Schuss aus 25 Metern abschloss, war er beteiligt. Mehr gelang aber auch ihm nicht.

Dass der 29-Jährige in den vergangenen Wochen bei seinen Einsätzen weit unter seinen Möglichkeiten gespielt hat, ist unstrittig. Beim 2:0-Erfolg in Augsburg war er jedoch nach einer schlimmen 1. Halbzeit derjenige Offensivspieler, der Akzente setzte und das 96-Spiel belebte. Was ihm zurzeit fehlt, ist Selbstvertrauen. Das kann Schlaudraff sich jedoch nur holen, wenn er auch spielt. Wollen die „Roten“ zum dritten Mal in Folge nach Europa, werden sie Schlaudraff brauchen. Denn wenn die Null auch vorne steht, wird es nicht reichen.



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