weather-image
Hannover 96 gegen 1. FC Nürnberg

Diouf verhindert die Blamage

Ein Tor von Mame Diouf in der Nachspielzeit hat Hannover 96 vor einer Blamage gegen den 1. FC Nürnberg bewahrt. So reichte es zu einem kuriosen 3:3. Die „Roten“ holten dabei nach einer katastrophalen 1. Halbzeit einen 0:3-Rückstand zur Pause auf.

veröffentlicht am 14.12.2013 um 18:28 Uhr
aktualisiert am 17.12.2013 um 00:15 Uhr

Diouf-verhindert-die-Blamage.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Nach der 1. Halbzeit schien alles gelaufen. Die Gäste führten durch Tore von Adam Hlousek (30. Minute), Josip Drmic (39.) und Per Nilsson (41.) mit 3:0 und hatten in der 2. Halbzeit reichlich Chancen, um einen vierten, fünften oder sechsten Treffer zu erzielen. Selbst das 1:3 von Leonardo Bittencourt (60.) schien keine hannoversche Aufholjagd auszulösen. Doch mit Glück, einem Abseitstor (Diouf zum 2:3, 87.) und Dioufs 3:3 in der Nachspielzeit schaffte 96 noch das Unentschieden.

Bei den Nürnberger Treffern wirkte die gesamte 96-Defensive teilnahmslos, auch Torwart Ron-Robert Zieler ließ sich anstecken: Das zweite Gegentor ging auf seine Kappe, beim dritten darf man nach einer Ecke als Torwart im Fünfmeterraum ruhig mal zugreifen. 96 zeigte kaum gute Kombinationen, eine der wenigen führte über Huszti und Bittencourt zum 1:3. Beim 2:3 stand Diouf klar im Abseits, der Nürnberger Ärger darüber war verständlich. Beim 3:3 sorgte Torwart Zieler, der mit nach vorne gestürmt war, im Strafraum für Unruhe, die Diouf im zweiten Versuch ausnutzte.

In der 87. Minute hätten die völlig indisponierten Salif Sane und Marcelo in Kooperation fast ein Eigentor fabriziert. Sane ließ seinen Gegenspieler laufen, Marcelo klärte viel zu hektisch und hatte Glück, dass der Ball nur am Pfosten des eigenen Tores landete. Es wäre das 1:4 gewesen. Im Gegenzug gelang 96 das 2:3.

Mame Diouf war 86 Minuten lang nicht zu sehen. Von seinen Mitspielern ignoriert hatten die 38 100 Zuschauer schon fast vergessen, dass er überhaupt noch im Spiel war. Dann schlug er zweimal zu und wurde zum Retter - auch für Trainer Mirko Slomka, für den es nach einer Niederlage eng geworden wäre.

96 hatte mehr Ballbesitz (53 Prozent) und gewann mehr Zweikämpfe (53 Prozent). 21 hannoversche Torschüsse standen 16 Nürnberger Torschüsse gegenüber. Die Gäste hatten mehr Ecken als 96 (7:5).

„96 hat in der 1. Halbzeit nicht gewusst, was die Mannschaft machen sollte. Auch in der 2. Halbzeit haben wir gute Chancen bekommen. Das zweite hannoversche Tor war nicht nur ein paar Zentimeter abseits.“

„Nach dem 0:1 sind bei uns viele Dämme gebrochen. Drei Gegentore in elf Minuten – das war schon finster. In der 2. Halbzeit hat die Mannschaft eine großartige Charakterstärke gezeigt. Auch wenn wir am Ende mit einem guten Gefühl aus dem Spiel gehen dank des 3:3, war es für uns kein toller Tag. Wir sind nicht blauäugig: Wir hatten extrem viele Fehler in unserer Ordnung.“

„Wenn man dieses Abseits wie beim 2:3 nicht sieht, dann tut es mir leid. Das war ein brutaler Nackenschlag. Wir sind um den Lohn unserer Arbeit gebracht worden.“

„Wegen dieser Scheißszene (das 2:3 von Diouf, d. Red.) verlieren wir hier fast noch. Wir führen 3:1, und dann pfeift er (der Schiedsrichter, d. Red.) uns so ein Ding rein.“



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt