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Ab nach München

Die „Roten“ starten den nächsten Versuch

Es gibt nicht viele Vorteile für einen Trainer, wenn der nächste Gegner seiner Mannschaft Bayern München heißt. Aber ein paar sind es dann doch. Ein Ausblick auf das heutige Spiel.

veröffentlicht am 03.10.2014 um 08:33 Uhr
aktualisiert am 05.10.2014 um 00:20 Uhr

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Da wäre zum Beispiel die Tatsache, dass das eigene Team als krasser Außenseiter in die Partie geht.Bis auf internationalen Topklubs wie Real Madrid oder dem FC Barcelona geht das fast jedem Gegner des deutschen Fußball-Rekordmeisters so. Und da Tayfun Korkut eben keine dieser Mannschaften trainiert, sondern Hannover 96, darf auch er es sich vor dem Gastspiel heute um 15.30 Uhr in der Münchener Allianz-Arena in der Rolle des Trainers gemütlich machen, der eigentlich nur gewinnen kann. Der Haken daran ist nur: In den meisten Fällen bleibt es bei der Theorie und die drei Punkte gehen an die Bayern.

Könnte man sich die Fahrt nach München also nicht doch eigentlich sparen, zumal die Hotelpreise zur Oktoberfestzeit ja ohnehin extrem hoch sind? Nichts da, meint Korkut. Zumindest versuchen will er es, dem großen Favoriten mit 96 nach acht Jahren ohne einen Punktgewinn in München einmal wieder ein Bein zu stellen. Und an Anschauungsunterricht mangelt es in dieser Hinsicht nicht. „Es gab schon viele, viele Versuche, Mannschaften von Pep Guardiola zu stoppen“, sagt der 96-Trainer. Einige hätten es mit frühem Stören versucht, andere damit, sich mit allen zehn Feldspielern vor dem eigenen Strafraum zu verschanzen. Und wieder andere hätten beides im Wechsel probiert. Allein, die Erfolgsquote ist sehr überschaubar, wie die Tatsache belegt, dass Guardiola zuletzt in Köln bereits in seinem 65. Spiel als Bayern-Trainer den 50. Sieg verbuchen konnte. Das gab es selbst bei den erfolgsverwöhnten Münchenern noch nie.

Nun will es Korkut also mit den „Roten“ versuchen, den seit 13 Spielen zur Wiesn-Zeit unbesiegten Bundesliga-Spitzenreiter zu ärgern. Wie das gelingen soll, das wollte der ehemalige türkische Nationalspieler natürlich nicht vorab verraten, der bei seinem ersten Anlauf im Februar dieses Jahres im heimischen Stadion eine 0:4-Niederlage hinnehmen musste. Doch zumindest einen kleinen Eindruck konnte man an den vergangenen Trainingstagen bekommen. Da wurden immer wieder überfallartige Konterangriffe mit zwei oder drei Spielern geübt, die in hohem Tempo abgeschlossen werden sollten. „Wir dürfen in München im Idealfall nichts zulassen und müssen die ein, zwei Chancen, die sich uns vielleicht bieten, dann nutzen“, sagt Korkut. Und so spricht vieles dafür, dass er es wieder mit einem kompakten Dreier-Mittelfeldzentrum wie zuletzt schon bei der 0:1-Niederlage in Stuttgart versuchen könnte.

Allerdings gibt es dabei ein kleines Problem: Mit Manuel Schmiedebach und Ceyhun Gülselam stehen heute nur zwei sogenannte Sechser mit Bundesligaerfahrung im Kader. Leon Andreasen, der das Trio komplettierte, fällt mit Oberschenkelproblemen aus. Und für den 21-jährigen Maurice Hirsch, der in Stuttgart als Ersatzmann für diese Position auf der Bank saß, dürfte diese Aufgabe doch ein wenig zu groß sein. Also könnte es gut sein, dass Korkut doch wieder zu einer Variante mit einem offensiven Mittelfeldspieler (Hiroshi Kiyotake) oder sogar einer zweiten Spitze (Artur Sobiech) zurückkehren wird.

Es sei denn, er greift auf die Allzweckwaffe im Team zurück: Christian Schulz. Der 31-Jährige bildete in den bisherigen sechs Saisonspielen ein starkes Innenverteidigerduo mit Marcelo. Doch unter Korkuts Vorgänger Mirko Slomka hat er schon mehrfach bewiesen, dass er der Mannschaft auch als defensiver Mittelfeldspieler weiterhelfen kann. Warum also nicht auch heute in München? Zumal mit Felipe ein Ersatzmann für die Innenverteidigung bereit steht, der alles andere als eine Notlösung wäre.



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