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Hiroshi Kiyotake

„Die Erwartungen spornen mich an“

Der immense Druck im Absteigskampf macht dem genesenen 96-Regisseur Hiroshi Kiyotake nichts aus. Ich spüre keinen Druck“, sagt er. „Ich freue mich auf jedes Spiel, das ich bestreiten kann. Ich bin im Moment voller Tatendrang und werde durch die Erwartungen an mich eher angespornt.“

veröffentlicht am 25.02.2016 um 08:30 Uhr
aktualisiert am 28.02.2016 um 00:21 Uhr

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Druck. Dieses Wort ist im Abstiegskampf wohl eine der meistgebrauchten Vokabeln. Und er wird mit jedem Spieltag größer, wenn sich der Erfolg nicht endlich einstellt. Und er kann zur kompletten Verunsicherung führen - bei Hannover 96 derzeit leidlich zu sehen. Der Mannschaft fehlt es zweifellos auch an Qualität, aber die mentale Schwäche tut ihr Übriges. Bei den meisten Spielern zumindest. Hiroshi Kiyotake bildet die Ausnahme.

Dabei lastet der Druck auf den nach monatelanger Verletzung gerade genesenen Spielmacher der „Roten“ besonders. Wenn es überhaupt noch eine Hoffnung im schier aussichtslosen Abstiegskampf gibt, dann trägt sie den Namen Kiyotake. Ihm wird als Einzigem noch zugetraut, den nötigen Umschwung einzuleiten. Der 26-Jährige sieht das jedoch nicht als Belastung. „Ich spüre keinen Druck“, sagt er. „Ich freue mich auf jedes Spiel, das ich bestreiten kann. Ich bin im Moment voller Tatendrang und werde durch die Erwartungen an mich eher angespornt.“ Am vergangenen Sonntag beim 0:1 gegen den FC Augsburg hat er erstmals wieder eine Halbzeit mitgespielt. Die Belastung habe er ganz gut weggesteckt, sagt er. „Ich bin allerdings etwas müde.“

Eine Müdigkeit, die bis Sonnabend weg sein soll. Denn in der Partie beim VfB Stuttgart (Anpfiff ist um 15.30 Uhr) traut er sich zu, die gesamte Spielzeit auf dem Platz zu stehen „Ich bin darauf eingestellt“, sagt er. „Aber es ist die Entscheidung des Trainers.“

Kiyotake will helfen, das Unmögliche doch noch irgendwie möglich zu machen. Er sehe, dass auch bei vielen Fans noch die Hoffnung auf den Klassenerhalt da sei. „Diese Hoffnung spüre ich selbst auch. Ich möchte den Fans gern etwas zurückgeben“, sagt der Japaner.

Natürlich wisse er, meint Kiyotake, dass 96 in einer absolut schwierigen Situation stecke. „Aber man muss kämpfen bis zum Schluss“, sagt der Offensivspieler, „es gibt nichts Schlimmeres, als wenn man am Ende etwas bereuen muss, weil man nicht bis zum letzten Moment alles gegeben hat.“ Die Lage bei 96 will er nicht vergleichen mit der bei seinem vorherigen Arbeitgeber 1. FC Nürnberg, mit dem er 2014 am Saisonende in die 2. Liga abgestiegen ist. „Das war eine ganz andere Mannschaft und eine ganz andere Stimmung damals“, sagt er. Die Stimmung bei 96 beurteilt er als „nicht positiv, aber auch nicht auf dem Tiefpunkt“. Er spreche mit seinen Mitspielern, um die Atmosphäre zu verbessern, das Wichtigste für ihn aber sei es, das Spiel der Mannschaft auf dem Platz anzutreiben.

Mit der 2. Liga oder gar mit einem neuen Arbeitgeber - der Japaner kann aufgrund einer Ausstiegsklausel im Abstiegsfall für angeblich 6 Millionen Euro die „Roten“ verlassen - mag und will er sich ohnehin noch nicht befassen. „Ich habe in den vergangenen drei Jahren gemerkt“, sagt er, „dass ich mich nicht auf das Hier und Jetzt konzentrieren kann, wenn ich zu weit in die Zukunft blicke. Ich habe daraus gelernt und konzentriere mich auf das nächste Spiel.“



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