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Trainingsbeginn in Braunschweig

Die Eintracht ist schneller als 96

Das Abenteuer Bundesliga hat begonnen. Am Sonntag, zwei Tage früher als der große Niedersachsen-Rivale Hannover 96, hat Aufsteiger Eintracht Braunschweig – wie der 1. FC Nürnberg, Hertha BSC Berlin und der FC Augsburg – das Training aufgenommen.

veröffentlicht am 23.06.2013 um 19:48 Uhr

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Und nach fünfwöchiger Pause strömten auch die Fans zum „Tag der Eintracht“ zahlreich in das Stadion an der Hamburger Straße. Sie ließen sich auch von den – inzwischen weit fortgeschrittenen – Um- und Ausbaumaßnahmen nicht abschrecken. Nach Eintracht-Angaben beobachteten 13.000 Zuschauer gespannt den leichten Aufgalopp. „Es ist einfach super“, sagte Innenverteidiger Matthias Henn, der gerade erst seinen Vertrag um ein Jahr verlängert hat. „Es ist eine Verpflichtung für uns, dass wir alles in die Waagschale werfen, um eine gute Saison zu spielen und die Klasse zu halten.“

Das besondere Interesse der Fans galt natürlich den Neuen, die bei diesem äußerst schwierigen Unterfangen helfen sollen. Deren Zahl hat sich am Sonntag auf vier erhöht. Außer Thorsten Oehrl (FC Augsburg), Jan Hochscheidt (Erzgebirge Aue) und Marco Caligiuri (FSV Mainz 05) präsentierten die „Blau-Gelben“ Linksfuß Timo Perthel von Zweitliga-Zwangsabsteiger MSV Duisburg. Dazu kommt noch der Norweger Omar Elabdellaoui, der in der Rückserie der vergangenen Saison von Manchester City ausgeliehen war und jetzt für 500 000 Euro Ablöse gekauft wurde. „Die passen gut zu uns“, sagte Eintrachts Sportlicher Leiter Marc Arnold. „Ich denke, dass wir die Qualität im Kader gehoben haben.“

Perthel soll aber längst nicht der letzte Zugang gewesen sein. „Da wird sich noch was tun“, sagte Arnold. Mindestens zwei Spieler sollen noch kommen – allen voran ein Topstürmer, der den verletzten Torjäger Domi Kumbela (fällt bis Oktober aus, absolvierte gestern nur Lauftraining) ersetzen kann. „Angreifer mit vergleichbarer Qualität sind für uns kaum finanzierbar“, sagte Trainer Torsten Lieberknecht. „Also müssen wir parallel sehen, ob wir den Ausfall über das System kompensieren können.“

Um Platz für weitere Profis zu schaffen, trennen sich die Braunschweiger von einigen Spielern, die beim souveränen Aufstieg meistens nur in der zweiten Reihe standen. Als einziger Stammspieler muss Verteidiger Steffen Bohl den Verein verlassen. Darüber hinaus plant Lieberknecht ohne Emre Turan, Oliver Petersch, Randy Edwini-Bonsu, Raffael Korte und Chengdong Zhang. Am Wochenende wurde auch der bis Juni 2014 laufende Vertrag mit Stürmer Pierre Merkel aufgelöst. Der 24-Jährige wechselt zum Drittligisten Hallescher FC.



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