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Partie gegen FC Bayern im DFB-Pokal

Der zweite Versuch

Da sind sie also schon wieder. Wieder in München. Und wieder stehen die Profis von Hannover 96 vor diesem nahezu unüberwindlichen Hindernis, das FC Bayern heißt und das im europäischen Fußball derzeit das Maß der Dinge ist.

veröffentlicht am 24.09.2013 um 22:02 Uhr
aktualisiert am 25.09.2013 um 08:55 Uhr

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Vor eineinhalb Wochen, als die „Roten“ in der Bundesliga bei den Münchenern auflaufen mussten, da zeigten sie eine beherzte Leistung und ärgerten den großen Favoriten eine Halbzeit lang. Doch unter dem Strich gab es gegen keineswegs in Bestform agierende Bayern trotzdem eine 0:2-Niederlage. Seitdem hat der Triple-Gewinner richtig Fahrt aufgenommen, und so spricht 96-Manager Dirk Dufner vor dem heutigen Zweitrundenspiel im DFB-Pokal (20.30 Uhr) eigentlich nur das aus, was wohl fast jeder denkt: „Es geht ja eigentlich jeder davon aus, dass die Bayern schon weiter sind.“

Doch halt! Ganz so einfach wollen es die Hannoveraner dem großen Favoriten dann doch nicht machen. Denn die Einschätzung, dass 96 eigentlich schon aus dem Pokalwettbewerb ausgeschieden war, als Frauen-Europameisterin Lena Goeßling die Paarung Anfang August aus dem Lostopf gefischt hatte, teilen weder Dufner noch Trainer Mirko Slomka. Zwar seien die Bayern inzwischen in einer blendenden Verfassung, wie der 3:0-Sieg in der Champions League über ZSKA Moskau und zuletzt der 4:0-Erfolg bei Schalke 04 belegten. „Aber wenn wir die herausragende Laufarbeit aus dem Bundesligaspiel wiederholen und uns darüber hinaus in der Offensive auch noch das Glück des Tüchtigen erarbeiten können, dann haben wir auch eine Chance“, sagte der 96-Coach.

Ein wenig klingt das wie das berühmte Pfeifen im Walde. Aber was sollen die Hannoveraner auch sagen vor dem Spiel, dessen Ausgang eigentlich jeder schon zu kennen meint. Fakt ist, dass sie vor eineinhalb Wochen das beste Spiel bei den Bayern seit langer Zeit gemacht haben. Und Fakt ist auch, dass sie zuletzt in der Bundesliga gegen den FC Augsburg eine Partie noch zu ihren Gunsten gedreht haben, obwohl wahrlich nicht alles perfekt gelaufen war. Guten Grund, mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein in München anzutreten, haben die 96er also allemal. „Aber ein gutes Selbstbewusstsein ist noch keine Garantie, dass man in München mit breiter Brust auftritt“, meint Dufner. „Es soll ja schon Mannschaften gegeben haben, die punktemäßig noch besser dagestanden haben als wir jetzt und die sich gegen die Bayern dennoch in die Hose gemacht haben.“

Doch genau das soll den „Roten“ heute nicht passieren. Für den zweiten Anlauf beim Rekordmeister kündigte Slomka an, vielleicht sogar „noch einen Tick mutiger und frecher“ auftreten zu wollen als vor elf Tagen. Denn zwar sind die Bayern der haushohe Favorit und haben zur Oktoberfest-Zeit schon seit 2010 nicht mehr im eigenen Stadion verloren. Aber unmöglich ist ein frühes Ausscheiden der Münchener vor heimischem Publikum auch nicht. Zugegeben, man muss schon ein wenig in der Pokalhistorie wühlen, um dafür einen Beleg zu finden. Aber es gibt ihn. 1991 gewann der FC Homburg als Zweitligist mit 4:2 nach Verlängerung bei den Bayern. Es war auch damals die 2. Runde.



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