weather-image
17°

Hannover 96 siegt 3:1

Der nächste Schlag

Er kann es also auch zu Hause. Eine Woche nach dem Sieg in Wolfsburg feierte Trainer Tayfun Korkut auch bei seinem ersten Heimspiel mit Hannover 96 einen Sieg: Die „Roten“ schickten den Tabellenvierten Mönchengladbach punktlos nach Hause.

veröffentlicht am 01.02.2014 um 11:29 Uhr
aktualisiert am 04.02.2014 um 00:15 Uhr

Gladbach-erhoeht-Druck.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Wie schon vor Wochenfrist war es auch beim Erfolg am Sonnabendabend gegen Borussia Mönchengladbach wieder die Mischung aus kompakter Defensive und schnellen Konterangriffen, die für die „Roten“ zum Erfolg führte.

Es dauerte eine Weile, bis sich 96 erstmals gefährlich auf den Weg in Richtung Gladbacher Tor machte. 20 Minuten lang waren die Gastgeber vor allem darauf bedacht, dem Tabellenvierten möglichst wenig Platz in der Offensive zu geben und überließen den Gästen fast vollständig das Spiel. Mit zwei Viererketten direkt vor dem Strafraum machten es die Hannoveraner eng, bekamen aber zunächst kaum Zugriff auf das Gladbacher Spiel. Doch die Geduld zahlte sich aus – wenn auch mit etwas Verspätung. Nachdem ein Kopfballtor von Diouf in der 41. Minute wegen eines kleinen Schubsers von Szabolcs Huszti noch zurückgepfiffen wurde, schlug 96 nach der Pause dreimal eiskalt zu. Artjoms Rudnevs (57.) und zweimal sein Sturmpartner Mame Diouf (82., 90.) trafen für die Gastgeber, die nach dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer des eingewechselten Peniel Mlapa (84.) nur kurz zittern mussten.

1:0 (57. Minute) Artjoms Rudnevs vollendet einen Konter nach Flanke von Huszti per Kopf ins kurze Ecke – wobei Gladbachs Torwart Marc-Andre ter Stegen nur mit einer Hand an den Ball kommt und keine gute Figur abgibt.

2:0 (82. Minute) Mame Diouf ist ebenfalls mit dem Kopf erfolgreich. Wieder kam die Flanke von Huszti, diesmal ist ter Stegen beim Kopfball gegen seine Laufrichtung chancenlos.

2:1 (84. Minute) Peniel Mlapa erzielt den dritten Kopfballtreffer des Abends, nachdem Christian Schulz auf der linken Abwehrseite eine Flanke nicht verhindern kann.

3:1 (90. Minute) Diouf erlöst die Fans – und zeigt, dass es auch mit dem Fuß geht. Nach Kopfballverlängerung des eingewechselten Jan Schlaudraff schießt er scharf ins lange Eck.

Es war ein Konter wie aus dem Lehrbuch. Innenverteidiger Andre Hoffmann gewann weit in der eigenen Hälfte den Ball, leitete ihn sofort zu Leonardo Bittencourt weiter – und dann nahm das Schicksal für Gladbach seinen Lauf. Bittencourt bediente Huszti, dessen gefühlvolle Flanke genau auf dem Kopf von Rudnevs landete, der im zweiten Spiel für 96 sein zweites Tor erzielte. Zwischen Ballgewinn und Tor lagen – ganz wie zu besten Zeiten unter dem ehemaligen Trainer Mirko Slomka – nur knapp zehn Sekunden. Und mit der Führung im Rücken entwickelte 96 endgültig die nötige Sicherheit im Spiel nach vorne.

Einen Tag nach Ende der Wechselfrist, während der sein möglicher Abschied lange das beherrschende Thema war, unterstrich Mame Diouf einmal mehr seinen großen Wert für 96. Der Senegalese traf zweimal eiskalt, dabei war vor allem drei Tor zum 3:1-Endstand die nötige Beruhigungspille für die Nerven der Fans.

Schüsse auf Tor: 16 – 12 Ballbesitz: 35 Prozent – 65 Prozent

Gewonnene Zweikämpfe: 43 Prozent – 57 Prozent

Ecken: 7 – 7 Fouls: 9 – 14

„Ich muss die Mannschaft für die Leistungsbestätigung beglückwünschen. Wir wussten, dass wir Geduld haben müssen und auch zu Hause nicht blind nach vorne stürmen dürfen. 20 bis 25 Minuten lang haben wir etwas Probleme gehabt, weil wir zu tief standen und keinen Zugriff bekommen haben. Aber in der 2. Halbzeit haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht, haben große Laufbereitschaft gezeigt und waren eiskalt vor dem gegnerischen Tor.“

„Der Sieg ist durchaus verdient. 96 hat sehr kompakt gespielt, ist viel gelaufen und war bei Kontern brandgefährlich. Bei uns hat die Bewegung und das Tempo gefehlt, teilweise haben wir mit fünf bis sechs Kontakten und zu wenig in die Tiefe gespielt. Am Ende war es etwas besser, aber dann haben wir die Geduld verloren.“

Zieler - Rajtoral, Marcelo, Hoffmann, Christian Schulz - Schmiedebach, Stindl - Huszti, Bittencourt - Rudnevs, Diouf. - Trainer: Korkut

ter Stegen - Korb, Jantschke, Stranzl, Wendt - Kramer, Xhaka - Herrmann, Raffael, Arango - Max Kruse. - Trainer: Favre

Bastian Dankert (Rostock) Zuschauer: 45.000

Den ersten Bericht vom Spiel gibt es am Sonnabend im „Aktuellen Sportstudio“ (Beginn: 23 Uhr). Am Sonntag ist die Partie Thema bei „Bundesliga Pur“ auf Sport1 (9.30 Uhr) und im „Sportclub“ des NDR (22.50 Uhr) – dort ist Leonardo Bittencourt zu Gast. Bereits von 11 Uhr an ist Klubchef Martin Kind Gesprächspartner im „Doppelpass“ bei Sport1.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?