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96-Niederlage gegen Bayern

Der Gegentreffer fällt wieder über links

Es wurde nichts aus der Vorweihnachtsüberraschung: Hannover 96 verlor zwar gegen Bayern München nur mit 0:1, war aber zum Abschluss der Hinrunde chancenlos.

veröffentlicht am 19.12.2015 um 18:25 Uhr

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Beide Mannschaften hatte zwei frühe Torchancen, die Bayern durch Thiago (5. Minute, Glanztat 96-Torwart Ron-Robert Zieler), die „Roten“ durch Leon Andreasen, dessen Kopfball von Bayern-Schlussmann Manuel Neuer an die Latte gelenkt wurde (8. Minute). Nach 20 Minuten zog sich 96 immer weiter zurück, die Bayern – mit nur drei Feldspielern auf der Bank angereist - ließen Ball und 96-Spieler laufen, waren aber oft nicht zielstrebig genug. Vor dem Elfmetertor von Thomas Müller (40.) halfen gleich zwei 96er kräftig mit: Miiko Albornoz ließ sich auf der linken Abwehrseite von Kingsley Coman austricksen, Christian Schulz klärte wie ein Torwart mit der Hand. In der zweiten Halbzeit tat sich auf beiden Seiten nicht mehr viel – Langeweile machte sich breit.

Müller hatte zuletzt einen Elfmeter verschossen. Trotzdem durfte er in Hannover wieder ran und verwandelte eiskalt. Auffällig: Wie beim 0:1 gegen 1899 Hoffenheim in der Vorwoche spielte die Vorgeschichte des Treffers auf der linken 96-Seite.

Salif Sane war der einzige 96-Feldspieler, der es mit den Münchenern aufnehmen konnte. Mit großem Willen wehrte er sich in den Zweikämpfen und besaß auch mal das Können, einen Bayern auszuspielen. Doch Sane konnte einmal fast leid tun, so allein stand er mit seiner Qualität. Ohne ihn und den auch diesmal starken Torwart Zieler bräuchte 96 zur Rückrunde gar nicht mehr antreten.

Wie wäre das Spiel gelaufen, wenn Andreasen in der 8. Minute mit seinem Kopfball nach guter Flanke von Albornoz das 1:0 für 96 erzielt hätte? Es wäre spannend zu sehen gewesen, ob die müden Bayern Probleme bekommen hätten, oder ob sie in der Lage gewesen wären, zwei Gänge hochzuschalten. Es blieb übrigens die einzige nennenswerte 96-Chance in 90 Minuten.

72 Prozent Ballbesitz für die Bayern, das spiegelte die Partie wider. 96 bekam den Ball nur selten, auch bei den Torschüssen (20 Bayern, 6 Hannover) war die Überlegenheit deutlich. Die Münchner gewannen auch mehr Zweikämpfe (57 Prozent:43 Prozent). Von den Bayern-Pässen kamen 90 Prozent beim Mitspieler an, von den hannoverschen Pässen nur 61 Prozent. Bemerkenswert: Münchens Jerome Boateng gewann 100 Prozent seiner Zweikämpfe, Sane als bester 96-Zweikämpfer kam nur auf 64 Prozent.

(96-Trainer): „Wir haben das die ersten 25 Minuten ganz gut hinbekommen, dann wurden wir immer mehr hinten reingedrängt. Es ist am Ende unglücklich, durch einen Elfmeter zu verlieren, aber es war ein verdienter Bayern-Sieg.“

(Bayern-Trainer): „Wir sind ein bisschen müde. Über meine Zukunft rede ich morgen.“



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