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Hannover 96 will in Leverkusen punkten

Der freche Herr Slomka

Der verheerenden Bilanz zum Trotz: Trainer Mirko Slomka verspricht eine mutige 96-Mannschaft in Leverkusen.

veröffentlicht am 27.09.2013 um 22:16 Uhr
aktualisiert am 30.09.2013 um 00:15 Uhr

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Solch eine verheerende Serie nervt. Die Fragen danach erst recht, gerade vor einem Spitzenspiel. Hannover 96 spielt am heutigen Sonnabend bei Bayer Leverkusen, der Bundesligadritte erwartet also den -vierten. Die „Roten“ haben in der schmucken BayArena zuletzt meistens tüchtig Prügel bezogen, ihr Trainer Mirko Slomka sowieso; er hat dort noch nie gewonnen, nicht einmal gepunktet. Der 46-jährige Coach beantwortet dennoch gelassen die Fragen, die in diese Richtung zielen.

Sie scheinen ihn dennoch zu tangieren, denn seine Antworten sind angriffslustiger als sonst. Erheblich sogar, und nicht gegen die Fragesteller gerichtet, sondern vielmehr in Bezug auf die Ausrichtung seiner auswärts in dieser Saison noch punkt- und torlosen Mannschaft. „Wir wollen dort frech und mutig spielen“, sagte Slomka, „wir wollen beweisen, dass wir in die Spitzengruppe der Bundesliga gehören, dass wir da oben mithalten können. Und es wird Zeit, dass wir diese Bilanz verbessern.“

Seine Spieler sollen heute Nachmittag den forschen Worten des Trainers Taten folgen lassen. Die Ausrichtung der „Roten“ wird offensiv. Slomka greift - im Gegensatz zu der Pokalpartie in München - auf einen zweiten Stürmer neben Didier Ya Konan zurück. Das liegt zum einen sicherlich daran, dass Mame Diouf (Sprunggelenkstauchung) und Artur Sobiech (muskuläre Probleme) unter der Woche noch verletzt waren und sich jetzt zurückgemeldet haben. Aber es ist auch eine Lehre aus dem Bayern-Spiel, die Slomka gezogen hat. „Didier hat stark gespielt und ein Tor geschossen“, sagte der Trainer, „aber ein zweiter Abnehmer neben ihm hätte uns sehr gutgetan.“

Das soll heute nachgeholt werden, und fast alles deutet darauf hin, dass dieser zweite Stürmer Diouf sein wird. Einen ersten Härtetest im Training hatte der Senegalese am Donnerstag ohne Probleme überstanden. „Ich gehe davon aus, dass er der Mannschaft zur Verfügung steht“, sagte 96-Trainer Mirko Slomka. Das nicht öffentliche Abschlusstraining soll er komplett bestritten haben. „Ob Mame in der Anfangself steht“, sagte der Trainer gestern Nachmittag, „werden wir am Abend im Trainerkreis diskutieren.“ Entscheiden werde er es vielleicht sogar erst am Spieltag.

Dioufs Konkurrent Sobiech hat allerdings gestern gar erstmals wieder mit dem Team trainiert. Erst danach hatte man beschlossen, ihn mit nach Leverkusen zu nehmen. Also: klarer Vorteil Diouf.

„Wir fahren mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen nach Leverkusen“, sagte Slomka. Auf Augenhöhe mit den Westdeutschen wähnt er sich deshalb noch lange nicht. „Das kann man so nicht sehen“, sagte der 46-Jährige, „wir sind in einer guten Entwicklung. Aber Bayer ist uns in vielen Bereichen noch weit voraus, und sie spielen dauerhaft international.“

Doch schnell kehrt Slomka zur neuen Forschheit zurück: „Wir sind aber frech genug, dass wir in Leverkusen etwas mitnehmen wollen“, sagte er, „unsere Chance liegt in der Offensive, einigeln bringt dort nichts.“ Slomka hat eben genug von seiner verheerenden Serie in Leverkusen. Und sein Boss gibt ihm recht. „Wir haben eine gute Mannschaft“, sagt 96-Klubchef Martin Kind, der in Österreich weilt. „Wir müssen uns dort nicht verstecken. Auch wenn ich nicht dabei sein kann und Fernsehen gucken muss: Ich freue mich auf das Spitzenspiel.“



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