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96 gegen den FC Augsburg

Das Pufferspiel

Morgen trifft Hannover 96 auf den FC Augsburg und will nach 270 Minuten ohne Punkt endlich wieder einen Sieg erlangen. Die Spieler der „Roten“ zeigen sich optimistisch und siegessicher für die Partie. Bei einer weiteren Niederlagen dagegen würde die Unruhe im Umfeld und in der Mannschaft immer größer.

veröffentlicht am 28.02.2014 um 07:41 Uhr
aktualisiert am 03.03.2014 um 00:15 Uhr

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Der Blick geht in den Rückspiegel. Nicht nur vorsichtig, mal kurz aus dem Augenwinkel heraus, als wenn man sich beim Fahren auf der Autobahn vergewissern will, ob da nicht vielleicht in weitem Abstand ein schnelleres Auto angebraust kommt. Bei Hannover 96 schauen die Verantwortlichen inzwischen wieder mit beiden Augen fest in den Spiegel und beobachten die ihnen folgende Konkurrenz. Denn nach drei Spielen ohne Punktgewinn ist der Abstand auf den Relegationsrang in der Fußball-Bundesliga mittlerweile auf fünf Punkte zusammengeschmolzen. Und der morgigen Partie beim FC Augsburg (15.30 Uhr) kommt daher besondere Bedeutung zu: Es ist das Pufferspiel.

Die Vorlage zu dieser Wortschöpfung hat Dirk Dufner gegeben. „Es ist wichtig, dass wir schnellstens wieder einen ‚Dreier‘ einfahren, um den Puffer nach unten zu behalten“, sagte der Sportdirektor der „Roten“. Denn angesichts der folgenden Aufgaben – zwei Heimspiele gegen die Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund sowie eine Partie beim frechen Aufsteiger Hertha BSC Berlin – blickt er bereits auf den Ende März beginnenden Saisonendspurt. In dem folgen für 96 die Spiele gegen die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf: 1899 Hoffenheim, Werder Bremen, Eintracht Braunschweig, Hamburger SV, Eintracht Frankfurt, VfB Stuttgart, 1. FC Nürnberg und SC Freiburg – das „Who’s who“ des Tabellenkellers.

In diese acht Spiele möchte Dufner auf keinen Fall auf Augenhöhe mit den Gegnern gehen – sondern eben mit einem möglichst großen Puffer. „Es spielt sich dann ganz anders, als wenn man mittendrin im Schlamassel steckt“, sagte Dufner. „Man hat dann mehr Ruhe – und aus einer ruhigen Situation ist es auch leichter zu punkten.“ Bei weiteren Niederlagen dagegen, das weiß auch Dufner ganz genau, würde die Unruhe im Umfeld und auch in der Mannschaft immer größer.

Das sieht auch Klubchef Martin Kind so. Er hatte sich beim Blick auf das schwerere Auftaktprogramm speziell die beiden Auswärtsspiele in Mainz und Augsburg als potenzielle Möglichkeiten ausgeguckt, Punkte zu sammeln. „Das Spiel in Mainz war wichtig“, sagte Kind, dessen Fußball spielende Angestellten sich nach der 0:2-Niederlage vor zwei Wochen aber mit leeren Händen auf die Heimreise machen mussten. Dadurch sei die Bedeutung der Partie in Augsburg noch gestiegen. „Weil die Gastgeber aber einen ziemlichen Lauf haben, wäre ich sogar schon mit einem Punkt zufrieden“, sagte Kind.

Immerhin verloren die Schwaben nur eines ihrer vergangenen zehn Bundesligaspiele – vor zwei Wochen daheim gegen Nürnberg (0:1). Doch sonderlich beeindruckt wirkte zumindest Tayfun Korkut trotz dieser Bilanz nicht. „Von der Tabellensituation her sollte Augsburg als Favorit gehandelt werden“, sagte der 96-Trainer. „Aber ich habe ein sehr gutes Gefühl, und wir werden nicht mit großem Respekt anreisen.“ Woraus er nach den drei jüngsten Niederlagen diese Zuversicht nimmt, verriet Korkut ebenfalls. „Ich habe wirklich keine Sorgen, weil ich das Leistungsvermögen der Mannschaft kenne“, sagte er. Vielleicht hat er zudem aber auch einen Blick in die Statistik geworfen: Denn gegen den FC ist 96 in bisher sieben Spielen der 1. und 2. Bundesliga noch ungeschlagen. Gute Vorzeichen also für das Pufferspiel.



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