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Vor dem Leverkusen-Spiel

Das Levante-Gefühl beflügelt Hannover 96

Das darf gerne so weitergehen am Sonntag: Mit dem Schwung der 1. Halbzeit aus dem letzten Europa-League-Gruppenspiel bei UD Levante könnte Hannover 96 auch Bayer Leverkusen das Leben schwermachen. Der Tabellenzweite der Fußball-Bundesliga ist der letzte Heimgegner der „Roten“ in diesem Jahr.

veröffentlicht am 07.12.2012 um 19:55 Uhr
aktualisiert am 10.12.2012 um 00:15 Uhr

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„Ungeschlagen. Das hört sich doch irgendwie gut an.“ Das klingt nicht nur gut, das ist gut. Der Ärger von 96-Trainer Mirko Slomka über den Ausgleich zum 2:2 in der Nachspielzeit im abschließenden Gruppenspiel von Hannover 96 bei UD Levante war schon ein paar Minuten nach dem Schlusspfiff verflogen. Es gab auch keinen Grund, dem knapp verpasstem Sieg lange nachzutrauern. Das Unentschieden reichte der Mannschaft von Hannover 96, um als Gruppensieger in die K.-o.-Runde der Europa League zu gehen. Und darauf waren die „Roten“ zu Recht mächtig stolz.

„Es war ein sehr interessantes und gutes Spiel von beiden Mannschaften. Ich freue mich, dass wir als Gruppensieger in das Sechzehntelfinale einziehen“, sagte Slomka, dessen Team keines seiner zehn Europapokalspiele in dieser Saison verloren hat. In der nächsten Runde hofft der 45-Jährige „auch für unsere Fans auf einen guten Gegner, den wir auch schlagen können“. Gegen so eine Konstellation hätte auch Jörg Schmadtke nichts einzuwenden. Als Kontrahent in den Spielen am 14. und 21. Februar hätte für den 96-Sportdirektor ein Team aus der englischen Premier League „einen besonderen Reiz. Es wäre schön, wenn wir irgendwo spielen würden, wo es nicht so kalt ist“.

Mit Tottenham Hotspur und Newcastle United kommen zwei der möglichen Sechzehntelfinalgegner aus England. Die Auswahl der Gegner aus der Kälte - Dynamo Kiew, Zenit St. Petersburg, BATE Borissow und Anschi Machatschkala - ist da wesentlich größer. Wärmer dürfte es gegen Atletico Madrid, SSC Neapel oder Inter Mailand werden, als Wunschlos für die Auslosung am 20. Dezember taugen diese drei Klubs aber wegen ihrer sportlichen Stärke eher nicht. Denn die Europareise von 96 soll ja noch ganz lange dauern ...

Bisher war es immerhin so, dass sich die Kontrahenten von 96 warm anziehen mussten. 96 beendete als einziges deutsches Team in der Europa League die Vorrunde auf dem 1. Platz. Das dürfte für neues Selbstvertrauen sowie auch bei den nächsten Gegnern für Eindruck sorgen und macht zudem nach Einschätzung von Schmadtke „einen Reifeprozess“ der Mannschaft deutlich.

Nach den Rückschlägen in den vergangenen Wochen in der Bundesliga könnte der Auftritt von Valencia für die wichtigen letzten drei Spiele bis zur Winterpause noch von großer Bedeutung sein. Es ist schon etwas her, dass die „Roten“ spielerisch so überzeugten und eine Partie so dominierten wie in der 1. Halbzeit gegen Levante, als Lars Stindl und Didier Ya Konan mit ihren Toren für eine 2:0-Führung gesorgt hatten. Da stimmten Ordnung, Einsatz, Spielfreude und Laufbereitschaft - da passte fast alles. Und auch wie sich 96 nach der Pause wehrte, als Levante aufdrehte, war beeindruckend. „Wir haben kämpferisch sehr stark gespielt und gut gestanden. Das brauchen wir auch am Sonntag“, sagte Slomka vor dem wichtigen Heimspiel gegen Bayer Leverkusen (17.30 Uhr). „Ich hoffe, dass wir aus dieser Partie sehr viel Positives mitnehmen.“

Mit einem Erfolg gegen den Tabellenzweiten könnte 96 in der Bundesliga wieder Anschluss an die Europapokalplätze herstellen. Aber reicht die Kraft noch für weitere großen Taten? Ein bisschen Levante auch gegen Leverkusen, dann sieht am Sonntagabend die „rote“ Welt auch in der Bundesliga wieder freundlich aus.



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