weather-image
23°

2:2-Unentschieden beim SC Freiburg

Das Beste kommt bei 96 zum Schluss

Hannover 96 kann vor Weihnachten schon wieder nicht gewinnen. Mit freundlicher Mithilfe des SC Freiburg gelingt den „Roten“nach einem 0:2-Rückstand aber noch ein 2:2-Unentschieden.

veröffentlicht am 21.12.2014 um 21:33 Uhr
aktualisiert am 24.12.2014 um 00:20 Uhr

Spaete-Tore-retten-Hannover-96-das-Remis.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Einige hatten das Stadion schon verlassen. Sie hatten sich glückselig auf den Heimweg gemacht – und dann das Wesentliche verpasst. Wie schon am Ende der ersten Halbzeit war es im Freiburger Schwarzwald-Stadion nämlich zum Schluss noch einmal richtig spannend und turbulent geworden. Und am Ende beider Spielhälften sah man einen der beiden Trainer völlig fassungslos. Die späten Tore hatten beim 2:2 zwischen dem Sportclub und Hannover 96 den Spielverlauf jeweils komplett auf den Kopf gestellt.

Sowohl 96-Coach Tayfun Korkut als auch sein Gegenüber Christian Streich sprachen hinterher von der besten Halbzeit ihrer Mannschaft in der gesamten Hinrunde. Das hörte sich nur auf den ersten Blick wie ein Widerspruch an. Beide Trainer lagen in ihrer Einschätzung goldrichtig.

Den Anfang hatten die Gäste gemacht. Die „Roten“ spielten 44 Minuten wie aus einem Guss, beherrschten Spiel und Gegner. 96 bestimmte alles, spielte sich – zum Teil von Kapitän Lars Stindl angetrieben – hervorragende Chancen heraus. Doch vornehmlich Torjäger Joselu vergab die dicksten Möglichkeiten.

Es war schon schlimm genug, dass sich die Korkut-Elf für ihren Aufwand nicht selbst belohnte. Was dann unmittelbar vor dem Pausenpfiff passierte, war ein echter Tiefschlag. Im Boxen verboten, im Fußball erlaubt: Die Freiburger kamen gefühlt das erste Mal gefährlich vor das 96-Gehäuse – und trafen durch Mike Frantz (45.). Korkut blickte konsterniert drein, Streich jubelte ausgelassen.

Nach dem Wechsel dann das umgekehrte Bild. Der Tabellenletzte, spielerisch sicherlich limitiert, trumpfte plötzlich auf. Da war es erschreckend zu sehen, wie einige 96er ob der größeren Kampfkraft und Härte der Freiburger nahezu völlig von der Bildfläche verschwanden. Die Abwehr, die vorher gar nicht gefordert wurde, begann zu schwimmen, das Mittelfeld bekam gar keinen Zugriff mehr – und die Breisgauer kamen zu diversen Chancen. Das 2:0 war so nur noch eine Frage der Zeit, und nachdem Jonathan Schmid noch mit einem Pfostenschuss Pech gehabt hatte, machte es Marc-Oliver Kempf besser. Nach einem Eckstoß köpfte er ein (81.).

96 schien mausetot. Alles erinnerte an das vergangene Jahr. Als Leonardo Bittencourt zum 1:2 traf (83.), da war sogar das Ergebnis identisch. Doch die „Roten“ 2014 sind anders als die aus den Dezembertagen 2013. Sie machten weiter, auch in der Nachspielzeit. Und was sie nicht aus eigener Kraft schafften, das gelang durch die gütige Mithilfe der Freiburger. Allein die Nachspielzeit unterstrich mehrfach, warum sie am Tabellenende stehen.

So viele Fehler in wenigen Minuten bekommt man selten zu sehen. SC-Torhüter Roman Bürki, der bis dahin gar nicht schlecht gehalten hatte, legte mustergültig für Joselu auf. Der Spanier in 96-Diensten ließ sich nicht lange bitten und traf zum 2:2. Es war sein siebter Treffer, sein fünfter im fünften Spiel in Folge. Diesmal blickte Streich konsterniert drein. Und Korkut jubelte ausgelassen. Aber nur kurz. Denn der Punktverlust sorgte dafür, dass der 40-Jährige nicht wirklich zufrieden in die Winterpause gehen wird. In der ersten Hälfte war so viel drin gewesen ...



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?