weather-image

Werder-Tore gegen 96

Damit soll endlich Schluss sein

Die Statistik verheißt für die „Roten“ am Sonnabend in Bremen nichts Gutes, doch für Trainer Korkut ist die schwarze Serie an der Weser motivierend.

veröffentlicht am 11.12.2014 um 20:11 Uhr
aktualisiert am 14.12.2014 um 00:15 Uhr

Damit-soll-endlich-Schluss-sein.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Statistiken? Nein, damit kann Tayfun Korkut nicht viel anfangen. Und eine Begründung dafür hat der Trainer von auch gleich parat: Das habe man, so Korkut, zuletzt bei Dieter Hecking gesehen. Der hatte seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr gegen die „Roten“, seinen ehemaligen Arbeitgeber, gewonnen - doch am vergangenen Sonnabend feierte er mit dem . „Statistiken bringen nichts“, fasst Korkut seine Schlussfolgerung zusammen. Oder anders formuliert: Auch die Tatsache, dass 96 in der Fußball-Bundesliga eine katastrophale Bilanz hat, wenn es um Spiele bei Werder Bremen geht, habe keinerlei Aussagekraft für das Duell an der Weser (Sonnabend, Anpfiff um 15.30 Uhr).

Man kann das tatsächlich nur hoffen. Denn der Blick zurück ist für hannoversche Fußballfans in dieser Hinsicht schon fast schmerzhaft. Lediglich eines von insgesamt 26 Bundesliga-Gastspielen in Bremen konnte 96 gewinnen. Und dieses einsame Erfolgserlebnis liegt inzwischen auch schon fast zwölf Jahre zurück: Damals - im März 2003 - schoss Fredi Bobic die „Roten“ mit seinem „Doppelpack“ nahezu im Alleingang zum 2:1-Sieg. Doch seitdem gab es kaum etwas zu holen. Von den vergangenen zehn Partien bei Werder verlor 96 acht, kassierte dabei nicht weniger als 30 Gegentore - und kam gerade einmal auf magere zwei Unentschieden.

Doch Statistiken - da sollte man sich als Hannoveraner an Korkut halten - bringen ja nichts. Wobei der 96-Trainer in einer Hinsicht eine Ausnahme macht. „Die einzige Statistik, die mich interessiert“, sagt Korkut, „ist die, nach der wir zuletzt dreimal in Folge verloren haben - und zwar absolut unnötig.“ Nicht nur aus Sätzen wie diesen wird deutlich, wie sehr den 40-Jährigen die jüngsten Niederlagen noch immer nerven. Es werde Zeit, sagt er, dass sich die Mannschaft wieder für ihren Aufwand belohne. Und das gegen einen Gegner, der noch mehr als sein eigenes Team mit dem Rücken zur Wand steht. „Bremen hat noch sechs Punkte weniger als wir, für die geht es erst einmal darum, wieder den Anschluss herzustellen“, sagt Korkut. „Wir haben sicherlich weniger Druck als die.“

Wobei der Coach der „Roten“ durchaus einen gewissen Druck verspürt. Eine Krise? Nein, die gäbe es trotz der drei Niederlagen am Stück mit insgesamt zehn Niederlagen nicht. „Vielleicht eine Ergebniskrise“, schränkt Korkut ein. Aber für seine Mannschaft sei das kein Problem. Sie könne mit Druck umgehen - dürfe sich allerdings nicht von Woche zu Woche selber weiter unter Druck setzen. „Es ist also am Sonnabend ein guter Zeitpunkt, um unseren derzeitigen Trend zu stoppen“, sagt der Deutschtürke.

Und vielleicht helfen bei diesem Unterfangen ja doch zwei kleine Randnotizen aus dem riesigen Fundus der Fußballstatistiken. Erstens: 96-Innenverteidiger Christian Schulz hat schon drei Tore gegen seinen früheren Klub geschossen - so viele wie gegen keinen anderen Bundesligisten. Und zweitens: Korkut hat noch nie als Trainer in Bremen verloren. Dass er noch nie im Weserstadion auf der Bank saß, muss man bei diesem kleinen Mutmacher ja nicht unbedingt erwähnen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt