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Hannover 96 spielt in Freiburg

Bringt Punkte mit!

Im letzten Spiel des Jahres in Freiburg plant Hannover 96 heute Nachmittag eine Sensation – einen Auswärtssieg. Vor allem Gegentore will Trainer Mirko Slomka im Breisgau verhindern.

veröffentlicht am 20.12.2013 um 20:37 Uhr
aktualisiert am 23.12.2013 um 00:15 Uhr

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Wenn es doch immer so einfach wäre! Und so schnell zu erledigen. Weil die Übertragungstechnik nicht richtig eingestellt war, mussten die Medienvertreter anfangs besonders gut hinhören, um den Ausführungen von Mirko Slomka bei der Pressekonferenz vor dem Jahresfinale in der Fußball-Bundesliga folgen zu können. Auch der Trainer von Hannover 96 hatte bemerkt, dass er nicht gut rüberkam – bis nach einem jähen, ohrenbetäubenden Pfeifton die Technik wieder einwandfrei funktionierte. Sehr zu Slomkas Zufriedenheit, der sich am Freitag damit wieder ohne störende Nebengeräusche auf das Thema des Tages, das bevorstehende Spiel in Freiburg, konzentrieren konnte.

Auch für diesen Auftritt würde man sich aus hannoverscher Sicht wünschen, dass ein Knopfdruck genügt, um ein 96-Dauerproblem in dieser Saison zu beheben: die Auswärtsschwäche. Nach sieben Niederlagen in sieben Spielen in der Fremde wäre es höchste Zeit, den richtigen Dreh zu finden. „Wir wollen die null Punkte nicht stehen lassen“, sagte Slomka. Es gehe außerdem auch darum, „eine richtig gute Leistung“ zu zeigen. „Und dafür werden wir alles tun und hart arbeiten.“ Ähnlich klang das auch die sieben Male zuvor ...

Probiert hat der 96-Chefcoach unter der Woche im Training einiges, sowohl in personeller als auch in taktischer Hinsicht. Er ist nun mal derjenige, der den Schalter in der Hand und dafür zu sorgen hat, dass es funktioniert auf dem Platz. Die Zahl der Defekte im Spiel seiner Mannschaft war in den vergangenen Monaten aber deutlich zu groß.

Im Vergleich zur Heimpartie gegen den 1. FC Nürnberg wird Slomka das Team gleich auf mehreren Positionen umformieren; grundsätzlich ist das nicht unbedingt etwas Neues in dieser Spielzeit. Die spezielle Begründung hat der Trainer am Freitag, gut verständlich für die große Runde, mitgeliefert.

Gegen den SC Freiburg müssten Spieler auf dem Platz stehen, die „kommunikativ und körperlich stark“ seien, die „läuferische Qualität“ und „unbedingten Willen“ besäßen. Eine klare Ansage, die bei den Spielern hoffentlich gut angekommen ist. Und der am Sonnabend im Breisgau Taten folgen sollen – am besten in Form eines Sieges, was vor Weihnachten wohl nicht nur der größte Wunsch des aufgrund fehlender Erfolge stark in die Kritik geratenen 96-Cheftrainers sein dürfte.

Wie es damit oder aber zumindest mit einem Unentschieden klappen kann, dafür hat Slomka am Freitag ein Rezept präsentiert, das von zwei Jubiläen umrahmt wird. „Wenn im 100. Bundesligaspiel von Ron-Robert Zieler die Null steht, hätten wir einen Punkt sicher“, sagt er. „Und wenn Mame Diouf in seinem 50. Einsatz dann sein erstes Auswärtstor der Saison gelänge, hätten wir drei Punkte.“ Stimmt zu guter Letzt auch noch die Einstellung, anders als etwa zu Beginn der gestrigen 96-Pressekonferenz, dann könnte es in der Tat ein versöhnlicher Jahresabschluss werden für die „Roten“.

Und wenn nicht? „Dann müssen wir uns im Januar so vorbereiten, dass wir uns ein gutes Ziel stecken können“, sagt Slomka. „Zum Beispiel ein Platz in der oberen Tabellenhälfte.“ Aus Sicht des Trainers ist auch das eine klare Botschaft. Ob unterm Strich weniger mehr ist, das müssen andere entscheiden.

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