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96-Profis auf Reisen

Bloß nicht verletzen!

Tayfun Korkut will in den kommenden eineinhalb Wochen von einigen seiner Spieler am liebsten nichts hören. Nicht von Ron-Robert Zieler, nicht von Leon Andreasen, und auch nicht von Neuzugang Miiko Albornoz, der in den ersten beiden Saisonspielen der Fußball-Bundesliga so frech aufgespielt hat.

veröffentlicht am 01.09.2014 um 22:10 Uhr
aktualisiert am 04.09.2014 um 00:20 Uhr

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Es ist natürlich keinesfalls so, dass der Trainer von Hannover 96 ein Problem mit diesen Spielern hätte. Aber sie gehören zum Kreis der insgesamt sieben Nationalspieler der „Roten“, die seit Montag auf Reisen sind. Und wenn einer von denen sich vor seiner vorgesehenen Rückkehr nach Hannover meldet, bedeutet das nicht selten, dass er sich verletzt hat. Und das könnten die Hannoveraner nach dem Ablauf der Transferfrist in der vergangenen Nacht beim besten Willen nicht gebrauchen.

Korkut und Sportdirektor Dirk Dufner haben sich ganz bewusst dagegen entschieden, auf den letzten Drücker noch einen weiteren Spieler zu holen. Mit der Verpflichtung des französischen Stürmers Jimmy Briand, dem insgesamt elften Neuzugang dieses Sommers bei 96, ist die Einkaufstour vorerst beendet. „Wir haben uns natürlich noch einmal damit beschäftigt, ob wir noch jemanden dazuholen. In den kommenden sechs bis acht Wochen hätte uns das brutal gutgetan“, sagt Dufner mit Blick auf den Ausfall der beiden Mittelfeldspieler Lars Stindl (Außenbandanriss) und Edgar Prib (Meniskusoperation). „Aber danach hätten wir dann zu viel Qualität im Kader.“

Wie bitte? Zu viel Qualität? Das hört man in der Bundesliga auch nicht allzu oft. Doch Dufner meint es genau so, wie er es gesagt hat. „Man darf nicht vergessen, dass wir nicht Bayern München sind, die in allen möglichen Wettbewerben dabei sind“, sagt er. „Wenn bei uns in einigen Wochen Lars und ,Edi‘ zurückkommen, hätten wir dann plötzlich Probleme.“ Immerhin stehen im Kader auch so schon 22 gestandene Erstligaspieler, dazu kommen noch aufstrebende Talente wie Kenan Karaman, Valmir Sulejmani oder Maurice Hirsch. Das reicht, finden Korkut und Dufner, der den Verzicht auf einen weiteren Neuzugang auch als Signal an die Mannschaft gewertet wissen will, dass der Klub trotz der Ausfälle von Stindl, Prib und dem Langzeitverletzten Andre Hoffmann mit dem Kader zufrieden ist. „Wenn sich jetzt allerdings noch ein oder zwei Spieler verletzen“, sagt der 96-Sportdirektor, „dann haben wir wahrscheinlich alles falsch gemacht.“

Deshalb begleiten die siebenköpfige Reisegruppe der „Roten“, zu der neben Zieler (Deutschland), Andreasen (Dänemark) und Albornoz (Chile) auch Leonardo Bittencourt (Deutschland „U 21“), Ersatztorwart Robert Almer (Österreich), Hiroki Sakai (Japan) und der in die Regionalliga-Mannschaft versetzte Salif Sané (Senegal) gehören, die besten Wünsche der Sportlichen Leitung. Der simple Reiseauftrag lautet: Bloß nicht verletzen! Denn nach dem guten Saisonstart mit vier Punkten aus den Spielen gegen Schalke 04 (2:1) und bei Mainz 05 (0:0) wollen sich die „Roten“ am liebsten ein bisschen im oberen Tabellendrittel festbeißen. Und dazu brauchen sie ihre Nationalspieler. Heile.



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