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Bittencourt auf dem Sprung zu Hannover 96

Martin Kind ist optimistisch, dass Leonardo Bittencourt in der nächsten Saison das Trikot von Hannover 96 trägt. „Ich erkenne kein Problem, an dem das scheitern könnte“, sagt der Klubchef der Roten: Auch Alexander Baumjohann ist offenbar ein Kandidat für das neue 96-Mittelfeld.

veröffentlicht am 04.06.2013 um 08:02 Uhr
aktualisiert am 06.06.2013 um 00:15 Uhr

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In diesem Fall hat es Borussia Dortmund nicht ganz eilig. Und das ist durchaus verständlich. „Die haben derzeit andere Prioritäten“, sagt Martin Kind, der Klubchef von Hannover 96. Etwa die, Kevin de Bruyne zu verpflichten, mit dem sich BVB-Sportdirektor Michael Zorc schon über einen Fünf-Jahres-Vertrag einig sein soll. Fehlt nur noch die Zustimmung des FC Chelsea - und mit englischen Klubs, das wissen sie inzwischen auch bei 96 aus eigener Erfahrung, ist es in der Regel keine ganz so einfache Sache.

Da ist ein Wechsel, wie ihn die „Roten“ jetzt mit den Dortmundern vereinbaren wollen, doch um einiges leichter hinzubekommen. Vorgefühlt beim deutschen Vizemeister hat 96-Sportdirektor Dirk Dufner bereits vor Wochen. Einig ist der sich der hannoversche Klub bislang aber allein mit Leonardo Bittencourt, dem 19 Jahre alten Mittelfeldtalent. Bis man mit dem BVB klar sei, werde es noch „ein paar Tage dauern“, sagt Kind.

Was auch damit zu tun hat, dass dieser geplante Transfers einer mit einer Hintertür ist. Dortmund ist daran interessiert, Bittencourt nicht für immer und ewig abzugeben. Sollte der Mittelfeldspieler, der vor einem Jahr für drei Millionen Euro Ablöse aus Cottbus zu den Westfalen wechselte, in Hannover seinen Weg machen, dann hätte der BVB schon gern ein Zugriffsrecht. Einen Rückkauf für eine deutlich höhere Summe, als sie bei einer Verpflichtung fällig wird, vertraglich zu vereinbaren, das ist (wie berichtet) eines der Modelle, über die es noch zu diskutieren gilt. Kind sieht in dieser Hinsicht auch intern noch Redebedarf, ist im Fall von Bittencourt grundsätzlich aber optimistisch: „Ich erkenne kein Problem, an dem das scheitern könnte“, sagt der Klubchef.

Bittencourt im 96-Trikot: Das hätte einen besonderen Reiz. Sein Debüt im DFB-Pokalwettbewerb gab er in Dortmund beim 5:1 gegen die Hannoveraner - als Einwechselspieler und Vorlagengeber zum fünften Treffer an seinem 19. Geburtstag. Auch Vater Franklin - ein technisch starker Spieler, der seinem Sohn einiges mitgegeben hat - spielte einst selbst gegen die „Roten“: im Trikot desVfB Leipzig (1993 und 1995) und dann im Dress von Energie Cottbus. Bei der 2:3-Niederlage im April 2000 in Hannover schoss Franklin ein Tor und ärgerte damit Jörg Sievers, Sebastian Kehl und Co. kurzzeitig. Sein Sohn, der sich mehr Bundesligapraxis wünscht, als er sie in Dortmund bekommen kann, wird nach seinem Seitenwechsel 96 nach Lage der Dinge mehr Freude machen. Vielleicht sogar langfristig.

Zu den Kandidaten, die bei den „Roten“ für einen Wechsel zur Sommerpause noch infrage kommen, zählt anscheinend Alexander Baumjohann. Das Fachmagazin „kicker“ vermeldete, 96 habe Interesse an dem Mittelfeldspieler, dessen Vertrag beim 1. FC Kaiserslautern aufgrund der verpassten Bundesliga-Rückkehr ausläuft. Der 26-jährige Mittelfeldspieler war schon Ende Januar 2009 in Hannover im Gespräch. Dass 96-Trainer Mirko Slomka ihn aus seiner Schalker Zeit kennt, könnte die Sache voranbringen.

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