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Hannover 96

Bei der Trainersuche auf der Zielgeraden

Nach der Entlassung von Mirko Slomka waren die Entscheidungsträger von Hannover 96 abgetaucht. Ein sicheres Zeichen, dass die Suche in der entscheidenden Phase ist. Die Präsentation des neuen Mannes noch in diesem Jahr ist nicht ausgeschlossen. Im Rennen: Ricardo Moniz und Murat Yakin.

veröffentlicht am 29.12.2013 um 22:22 Uhr
aktualisiert am 01.01.2014 um 00:15 Uhr

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In der engeren Wahl waren zuletzt nur noch wenige Trainer, und zwei Favoriten scheint es auch zu geben, wenn man alles zusammenrührt, was aus dem Umfeld des Klubs am Wochenende kolportiert wurde. Dabei scheint es sich um Ricardo Moniz, erst Anfang dieses Monats beim ungarischen Klub Ferencváros Budapest entlassen, und Murat Yakin, Chefcoach des Schweizer Meisters FC Basel, zu handeln.

Die Lage ist dabei unübersichtlich. Nach Informationen von Schweizer Medien war Dufner zu Verhandlungsgesprächen zu Yakin nach Basel gefahren, nach Informationen der „Neuen Presse“ hatte es in der Schweiz ein „Geheimtreffen“ mit Moniz gegeben.

So oder so hatte der 96-Sportdirektor eine kleine Ungeschicklichkeit im Gepäck, denn er hatte durch eine wenig durchdachte Äußerung im Vorfeld die verbliebenen Kandidaten wissen lassen, dass sie keinesfalls die Wunschlösung für Hannover 96 sind. Das war wohl der vor allem von Kind sehr geschätzte Thomas Schaaf, der allerdings früh signalisiert hatte, nicht zur Verfügung zu stehen.

Auch Laurentiu Reghecampf (Steaua Bukarest) und Fred Rutten (Slomkas Nachfolger damals bei Schalke 04) hatten zum engeren Kreis der Kandidaten gezählt, Chancen scheinen aber nur Moniz und Yakin zu haben.

Zumindest der Name Yakin überrascht nicht. Dufner wollte ihn in seiner Zeit beim SC Freiburg in den Breisgau locken. Damals, im Dezember 2011 und nach der Entlassung von Marcus Sorg, war außerdem der jetzige SC-Trainer Christian Streich im Gespräch, schien aber nicht richtig zu wollen. Als Streich hörte, dass Falko Götz und eben Yakin die anderen Kandidaten seien, soll er nach zwei Minuten Bedenkzeit zugesagt haben – so wird es in Freiburg erzählt.

Auch diesmal könnte es mit Dufner und Yakin nicht klappen. „Wir müssen uns bei allen Personalien an der Machbarkeit orientieren. Er steht in Basel unter Vertrag“, ließ sich Dufner im „kicker“ zitieren, laut einer Twitter-Meldung von „Bild“ hat Yakin abgesagt. Der mögliche Grund: Mit Lazio Rom und Tottenham Hotspur haben andere, attraktive Klubs Interesse an dem Basler Coach.

Damit könnte der Weg frei werden für den Niederländer Moniz, der deutschen Fans aus seiner Zeit als Interims- und Techniktrainer beim Hamburger SV bekannt ist. In den vergangenen Tagen wurden in den Medien viele Namen gehandelt, am Sonnabend zum Beispiel der von Stefan Effenberg. Auch über Ralf Rangnick oder Martin Jol wurde spekuliert.

Bei Fans hoch im Kurs standen Frank Kramer (Greuther Fürth) und André Breitenreiter (SC Paderborn), die in der 2. Liga erstklassige Arbeit leisten und gut ins Anforderungsprofil von Klubchef Kind passen. Doch Fürth zeigte wenig Interesse, Kramer gehen zu lassen, Breitenreiter nahm sich vorsichtig selbst aus dem Rennen. Dass der frühere Havelser allerdings „intern zu keiner Zeit ein Thema“ war, wie Dufner sagte, überraschte schon, zumal Kind Breitenreiter gelobt hatte.

Intern nicht über einen nachzudenken, der als großes Talent gilt und dazu noch aus der Region kommt, ist zumindest ein mutiger Ansatz. Bereits vor einem halben Jahr hatte 96 verschlafen, bei Breitenreiter wegen des „U 23“-Jobs vorzufühlen. Er ging dann nach Paderborn.



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