weather-image
17°

Hannover 96 verliert in Leverkusen

Auswärts nichts zu holen

Am Ende war alles wie immer, wenn Hannover 96 in dieser Saison in der Fußball-Bundesliga auswärts spielt. Auch bei Bayer Leverkusen war für die „Roten“ nichts zu holen, mit 0:2 unterlag das Team von Trainer Mirko Slomka der Werkself.

veröffentlicht am 28.09.2013 um 19:41 Uhr
aktualisiert am 01.10.2013 um 00:15 Uhr

Auswaerts-nichts-zu-holen.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Damit kassierte Hannover 96 in dieser Saison die dritte Niederlage im dritten Auswärtsspiel. Als wenn das nicht schon bitter genug wäre, gab es nach dem Abpfiff noch eine schlimme Nachricht für die 96-Fans: Der gerade erst nach einer Verletzung wieder einsatzbereite Mame Diouf zog sich kurz nach seiner Einwechslung in der 60. Minute einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu und wird den „Roten“ im kommenden Heimspiel gegen Hertha BSC und im nächsten Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund fehlen.

Mutig wollten sie spielen, frech wollten sie sein. Und zu Beginn ließen die „Roten“ den Worten auch Taten folgen. Sie spielten wesentlich mutiger, konzentrierter und selbstsicherer als bei den bisherigen Auftritten in der Fremde. Was jedoch fehlte, waren Torchancen. 96 mischte phasenweise munter mit, doch die Treffer erzielten wieder einmal die Anderen.

Nach dem Seitenwechsel versuchten die Niedersachsen noch einmal alles. Leverkusen überließ 96 nun weitgehend die Initiative, blieb jedoch besonders mit dem gut aufgelegten Sidney Sam gefährlich. Größtes Manko der „Roten“: Das sah alles ganz nett aus, war jedoch absolut ungefährlich. Bis auf einen feinen Schlenzer von Leon Andreasen in der 58. Minute, den Bayer-Torwart Bernd Leno aus dem Torwinkel fischte, brachte 96 nichts zustande. So blieb es am Ende bei einer Niederlage gegen eine Leverkusener Mannschaft, die mit ihre Abgeklärtheit zeigte, dass sie zu den Spitzenteams der Liga gehört.

Nach einem Freistoß ein paar Meter hinter der Mittellinie herrschte Unordnung in der 96-Abwehr. Die nutzte Simon Rolfes mit einem Kopfball zum 1:0 aus, wobei sein Bewacher Andreasen in dieser Szene keine glückliche Figur machte (23.). Beim 2:0 war es Sebastien Pocognoli, der nicht aufpasste. Der Belgier hob das Abseits auf und machte dadurch den Weg für Sam frei, der den Ball mit dem Außenrist vorbei an 96-Keeper Ron-Robert Zieler ins Tor schoss.

Entscheidend für die erneute Auswärtsniederlage war der Führungstreffer der Leverkusener. Und der war wirklich verdammt ärgerlich. Denn kurz vor dem Freistoß, der zum 1:0 führte, hatte sich Salif Sane verletzt und musste außerhalb des Platzes behandelt werden. Als der Ball dann in den Strafraum flog, war der 96-Innenverteidiger immer noch nicht im Spiel. Mit seiner Kopfballstärke hätte Sane dieses Tor vielleicht verhindern können.

Das war wieder einmal ein typisches Tor von Sidney Sam. Der Leverkusener Stürmer schlenzte den Ball souverän und locker an Zieler vorbei zum 2:0 und zeigte dabei seine Extraklasse. Wann immer der Bayer-Stürmer am Ball war wurde es vor dem 96-Tor gefährlich. Die Klasse von Sam belohnt auch Bundestrainer Joachim Löw, der den Leverkusener für die beiden abschließenden WM-Qualifikationsspiele Mitte Oktober gegen Irland und Schweden in die Nationalelf berufen wird.

Immerhin: Beim Eckenverhältnis liegen die „Roten“ ganz klar mit 9:4 vor Leverkusen. Und auch bei Freistößen in aussichtsreichen Positionen hatte 96 gute Möglichkeiten. Doch am Ende stand schon wie in Gladbach und München auch in Leverkusen in der Statistik hinter 96-Toren die Null.

„Wir haben sehr gut angefangen, ohne uns dabei jedoch hundertprozentige Chancen zu erspielen. Leverkusen hat absolut verdient gewonnen. Ohne zwingende Torchancen gibt es hier keinen Punkt – und schon gar nicht drei Punkte.“

: „In der Defensive hat die Mannschaft ihre Sache gut gemacht, in der Offensive können wir besser spielen. Ich bin mit den drei Punkten zufrieden, jedoch nicht mit unserem Spiel.“



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?